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Nippon-Retro

3. Japanisches Filmfestival

Das in Frankfurt am Main stattfindende Festival (09.-13.04.) steht diesmal ganz im Zeichen von Shuji Terayama, dem mit 47 viel zu früh verstorbenen japanischen Avantgardisten. Anlässlich seines 20. Todestages werden in einer Retrospektive die wichtigsten seiner Filme gezeigt - wobei betont sei, dass
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Das in Frankfurt am Main stattfindende Festival (09.-13.04.) steht diesmal ganz im Zeichen von Shuji Terayama, dem mit 47 viel zu früh verstorbenen japanischen Avantgardisten. Anlässlich seines 20. Todestages werden in einer Retrospektive die wichtigsten seiner Filme gezeigt - wobei betont sei, dass Film nur eine Seite seines künstlerischen Outputs war. Terayama begann als Dichter und Autor, bevor er beim Film landete. Nach einigen experimentellen Kurzfilmen, die ebenfalls in Frankfurt zu sehen sind, legte er 1971 seinen ersten Spielfilm "Werft die Bücher weg, geht auf die Straße" vor. Der Titel deutet es an: Terayama ging es mit seinem Film (analog zu den universitär initiierten Umbrüchen in Europa) darum, einen Umdenkprozess in Gang zu setzen, wobei er nicht den radikalen Bruch mit der Tradition suchte, sondern sich seine Vision eher als ein Miteinander der Paradigmen lesen lässt. So gehen in seinem Werk Avantgarde und Surrealismus eine Symbiose mit der traditionellen japanischen Kultur ein, fügen sich extreme Bildmomente und die typisch japanische Strenge aneinander und lassen auf diese Weise eine ganz eigene Bildästhetik entstehen.