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und weitere Filmstarts und Trailer der Woche

2012

Wie jeden Donnerstag: Die wichtigsten neuen Kinofilme, vorab gesehen und für gut oder schlecht befunden von unserem Filmfachmann Alexander Dahas.
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Wie jeden Donnerstag: Die wichtigsten neuen Kinofilme, vorab gesehen und für gut oder schlecht befunden von unserem Filmfachmann Alexander Dahas. Mehr zum Thema Film, Kino und neue Trailer unter www.intro.de/spezial/grosseskino.

2012
R: Roland Emmerich; D: John Cusack, Woody Harrelson, Thandie Newton etc.
Es gibt eigentlich nichts Gemütlicheres, als mit einer großen Portion Popcorn in der Hand dem Ende der Welt beizuwohnen, und genau aus diesem Grund ist Roland Emmerich mit seinen Zahlencode-Filmen noch im Geschäft. Gut, "10.000 B.C." war uninspirierte Scheiße, aber "2012" ist auch schon drei Jahre vorher wieder der Real Deal.

Ein absurd aufgeblähtes B-Movie mit lächerlichem Plot, das sich allerdings nicht lange ziert und mit genüßlich inszenierten Naturkatastrophen aufwartet, während verschiedene Würdenträger was von Menschlichkeit oder so labern. Whatever. Unfallgucken erreicht ein globales Level, wo der "Master of Desaster" am Werk ist, und so viel Zerstörung hat durchaus etwas Kathartisches. Wer die Achtziger Jahre und ihre Vorstellung vom Zeitenende vermisst, kommt hier noch einmal auf seine Kosten, wer den Weltuntergang eher mit marodierenden Horden entmenschter Halbzombies in Verbindung bringt, wartet entweder auf den nächsten Michael Hanecke-Film oder aufs Weihnachtsgeschäft in der Fußgängerzone.




Auf der nächsten Seite: Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte.

Wie jeden Donnerstag: Die wichtigsten neuen Kinofilme, vorab gesehen und für gut oder schlecht befunden von unserem Filmfachmann Alexander Dahas.

Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte
R: Michael Moore
Und noch ein Weltende. Nichts geringeres als gleich den ganzen "Kapitalismus" hat sich Michael Moore diesmal für seine Politsatire vorgenommen, die in gewohnter Manier gegen die gefühlte Ungerechtigkeit im modernen Amerika wettert. Die Ungenauigkeiten des Begriffs übertragen sich dabei auch auf den Film: Moore surft auf diversen Beispielen vorbei, die nichts mehr zeigen als seine Konfusion mit dem Großen Ganzen. Wohlgemerkt: der dicke Kappenträger liegt nicht wirklich falsch mit seiner Anklage, nur verliert sich der Fokus seiner neuen Tirade in einer unzweckmäßiger Unschärfe und halbherzigem Krawall. Dabei artikulieren verschiedene Protagonisten (unter anderem FDR persönlich) durchaus weitreichende Vorschläge, um die USA von ihrem selbstvergessenen klassenlosen Powertrip abzubringen.




Auf der nächsten Seite: Love Happens.

Wie jeden Donnerstag: Die wichtigsten neuen Kinofilme, vorab gesehen und für gut oder schlecht befunden von unserem Filmfachmann Alexander Dahas.

Love Happens
R: Brandon Camp; D: Aaron Eckhart, Jennifer Aniston, Dan Fogler etc.
Eine romantische Komödie der ernsten Töne: Ein Selbsthilfeautor läßt sich für seine Trauerbewältigungsstrategien feiern und kommt doch nicht mit dem eigenen Dasein klar. Eine verzagte Floristin schwört der Liebe ab und hört zufällig doch hin, als der Komm-drüber-weg-Guru in der Stadt ist. "Love Happens" möchte seine Zuschauer unten abholen und behauptet jede Menge Verständnis für die Depressiven dieser Welt, die des Lesens mächtig und der Selbsterkenntnis fähig sind. Das Resultat ist erwartungsgemäß eine humorfreie Ernsthaftigkeitsübung, die ohne jegliche Leinwandchemie zwischen den Hauptdarstellern auskommen muss. Schwer vorstellbar, dass dieser gekünstlete Film wirklich jemanden aufheitern könnte.



Mehr zum Thema Film, Kino und neue Trailer unter www.intro.de/spezial/grosseskino.

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