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Die Macht im Museum

10 Dinge, die wir bei »Star Wars Identities« gelernt haben

Am Freitag eröffnet in Köln die Ausstellung »Star Wars Identities«. Zwischen viel interaktivem Klimbim können auch ältere Nerds noch eine Menge lernen. Wir schickten die größten »Star Wars«-Fans der Redaktion ins Odysseum nach Mülheim.
Geschrieben am
Das große »Star Wars«-Universum auf engstem Raum. Rund 200 Exponate versammeln sich in leicht gedrungen angeordneten Schaukästen und Vitrinen. Die Wanderausstellung »Star Wars Identities« ist nach Stationen in Paris und Lyon ab dem 22. Mai im Kölner Abenteuermuseum Odysseum zu sehen und vermeldet bereits vor dem Eröffnungstag einen Vorverkaufs-Rekord. Klar, dass Intro sich das ansehen muss! Diese zehn Dinge haben wir aus unserem Besuch der Ausstellung gelernt.

01 »Star Wars« ist Konsens
Wenn auf einer Pressekonferenz ein Museumsdirektor, ein Vorstand der Sparkassen-Stiftung und ein Comedian sich als Fan derselben Sache outen ist klar: dieses Thema verbindet Generationen und Welten. Oder anders gesagt: Alle finde es irgendwie super. Auch jene Moderatorinnen, die nur den einen niedlichen Roboter erkennen, kichern erfreut. »Star Wars« ist damit fast so etwas wie die filmische Entsprechung der einhelligen Begeisterung während der Fußball-WM.  

02 Yoda und Jabba hätten ganz anders aussehen können
Erste Entwürfe und Skizzen in der Ausstellung zeigen, wie der Look der Charaktere ursprünglich geplant war. Prinzessin Leia sah Luke schon mal viel ähnlicher,  Yoda sah mal aus wie David der Kabauter und bis Jabba zum fettleibigen Mr. Charming wurde, hat es auch einige Entwürfe gebraucht. 
03 »Star Wars Identities« will pädagogisch sein
Der Clou von »Star Wars Identities« - so die Macher – ist interaktives Lernen und Erfahren. Rudimentäre Grundlagen aus Biologie und Psychologie dienen als Rahmen für ein Mitmachspiel mit zehn Stationen und Videoschnipseln aus dem Kinderfernsehen. Ein RFID-Armband speichert die Ergebnisse und am Ende gibt es den eigenen Jedi-Charakter zum Mitnehmen. Eltern mögen beurteilen, ob das mit Kindern tatsächlich Spaß macht oder hier nur dem Verlangen nach pädagogisch wertvoller Unterhaltung Tribut gezollt wird. Wahrscheinlich wollte man nicht einfach nur eine Halle voller Kostüme, Requisiten und Skizzen zeigen. Warum eigentlich nicht?
04 »Star Wars«-Charaktere bleiben auch außerhalb ihres Universums charmant
Ihr dachtet, der »Sturmtruppler« in Barney Stinsons Wohnung sei super gewesen? Dann schaut euch mal den aus der Pressekonferenz an. Stormtrooper vor Zimmerpflanze – ob das als Kunstinstallation durchgeht? 
05 Die Rebellen hatten Probleme mit dem Make-Up
Die ersten »Star Wars«-Filme entstanden in den 1970er Jahren – Computertechnik war, sagen wir mal, nicht so richtig ausgereift. Da wurde alles in liebevoller Handarbeit gebastelt, Plastikschläuche, Holzkisten und alte Tablettenverpackungen wurden zu Details auf den Uniformen der Helden. Unter den Helmen der Rebellen wurde es übrigens so heißt, dass das Make-Up der Schauspieler verlief. Damit das nicht so auffiel, wurden ihre Visiere einfach gelb gefärbt. 
06 Lando Calrissian ist eine absolute Nebenfigur
Klar, wir alle waren empört, als Lando seine Freunde Han, Leia und Chewie an das Imperium verriet. Aber ihm deshalb keine eigene Info- Tafel zu gönnen, ist auch nicht nett. Immerhin hat er sich am Ende doch als treuer Freund erwiesen. Wie wichtig Freundschaft für die Bildung unserer Identität ist, haben wir in der Ausstellung ja ausführlich gelernt. 
07 Jar Jar Binks wird niemals, niemals lustig
Die alten »Star Wars«-Filme zeichnen sich nicht zuletzt durch ihren an vielen Stellen wunderbar subtilen Humor aus. George Lucas hatte bei der Produktion von »Episode 1« wohl vergessen wie das geht und den nervigsten und überflüssigsten Filmcharakter aller Zeiten eingeführt: Jar Jar Binks. Und nein, der wird auch trotz vieler Bemühungen und liebevoller Zeichnungen in der Ausstellung nicht besser.
08 Von Jabba The Hutt existieren nur noch die Augen
Um Jabba The Hutt Leben einzuhauchen, brauchte es den vollen Einsatz zweier Puppenspieler, wie Jamie Bennings fabelhafte Kurzdoku zeigt. Das in den Filmen verwendete Modell des grünen Schurken hat sich jedoch mittlerweile aufgelöst. Latex und Schaumstoff scheinen eben nicht für die Ewigkeit gemacht zu sein. Was erhalten blieb, sind die Augen, die es in Köln in ihrer ganzen gelben Pracht zu bestaunen gibt.
09 Darth Vader ist beliebt für Selfies
Der dunkle Jedi steht geduldig vor den Kameras der Kollegen vom Boulevard-TV und gibt sich bereitwillig für Selfies her. Die Stormtrooper der 501st German Garrison, dem deutschen Ableger des weltweit größten »Star Wars«-Kostümclubs, eskortieren ihn standesgemäß. Die Ehrfurcht schwindet erst, als Vader-Mime Frank fragt, ob der Umhang noch richtig sitzt.
10 Darth Vader bleibt trotzdem Boss
Der Respekt ist dann aber beim Anblick des Original-Kostüms aus »Die Rückkehr der Jedi-Ritter« schnell zurück. Dieser Mantel lässt selbst Xatar vor Neid erblassen.