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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Musikvideo-Special: Die Lieblingsclips der Intro-Redaktion

Ich und mein Clip

Auch wenn mittlerweile MTV nicht mehr unser Leben (mit)bestimmt, stehen wir doch immer noch auf den klassischen Videoclip. Hier kommen unsere Lieblinge...
Geschrieben am

Autor: Intro

Aktuelle Lieblingsclips - immer so ne Sache. Auch wenn mittlerweile MTV nicht mehr unser Leben (mit)bestimmt und wir mitunter auch mal wochenlang bloß auf abwegige Schrottclips (Katze fällt in Eimer, Berlusconi hat Sex. you name it) im Netz abspacken, stehen wir doch immer noch auf den klassischen Videoclip. Hier ein paar Lieblinge von euren Intros. Mehr Musikfernsehen gibt es auf unserem neuen Musikvideo-Portal www.putpat.tv.

Jochen Distelmeyer - "Wohin mit dem Hass?"
Schon jetzt DIE Frage aller Fragen 2009. Und wie der vermeintliche "deutsche Dichter" (Rolling Stone) da gekonnt zwischen Krawall und Remmidemmi seine Contenance und weiße Weste bewahrt, ist aller Ehren wert. Überhaupt: Kann man die eigene polarisierende Sonderstellung im deutschen Pop besser auf den Punkt bringen als mit diesem Statement in Wort und Bild?
Peter Flore


Fanclip -  "Daft Punk Girls"
Das Tolle an YouTube ist ja, dass jeder, der über solche verfügt, seiner Kreativität freien Lauf lassen kann, ohne sich wie früher durch die Institutionen dienen zu müssen. Deshalb gibt es so viele schöne ungebremste Ideen, wie sie die Musikindustrie selbst nur schwer oder für viel Geld erzeugen kann. Idee über Connection über Technik über Akademie! Das spornt die Profis am Ende doch auch nur an! Wer Angst hat, verliert. Und was nicht gut ist, interessiert einfach auch zu Recht keinen mehr! Allerdings müssten die Nutznießer dieser Inhalte wie eben YouTube, Google, Apple und Co. auch etwas von ihren Milliardengewinnen an die kreative Gesellschaft zurückfließen lassen. Freiwillige Kreativität heißt nämlich keinesfalls, dass sie nichts wert ist. Urheberrechte gelten genauso! Prozentuale Gewinnabschöpfung durch die Gesellschaft für Stipendien, soziale Fonds oder Grundeinkommen wären Möglichkeiten von Politik und Konzernen, zu reagieren.
Lars Borges


Auf der nächsten Seite: Grizzly Bear - "Two Weeks" und Health - "Die Slow"

Aktuelle Lieblingsclips - immer so ne Sache. Auch wenn mittlerweile MTV nicht mehr unser Leben (mit)bestimmt und wir mitunter auch mal wochenlang bloß auf abwegige Schrottclips (Katze fällt in Eimer, Berlusconi hat Sex. you name it) im Netz abspacken, stehen wir doch immer noch auf den klassischen Videoclip. Hier ein paar Lieblinge von euren Intros.

Grizzly Bear -  "Two Weeks"
Super Song, super umgesetzt. Vierköpfiges Panoptikum, das beim infernalischen Ende im Kirchenschiff die Funken sprühen lässt. Die deformierten Fratzen erinnern mich an Soundgardens "Black Hole Sun".
Henrik Drüner


Health -  "Die Slow"
Über Health wurde im Intro schon viel Gutes berichtet; erstmals vom SXSW Festival im Frühjahr, zuletzt in Ausgabe #175 auf Mehrseiterlänge von Martin Büsser. Jetzt gilt es, den ersten Clip zu jenem Album abzufeiern, mit dem die Band aus Los Angeles derzeit den Durchbruch schafft. Zu ihrem unterkühlt-zuckenden Psychedelicnoise öffnet sich hier zunächst eine geometrisch gelayerte Werbeagentur-Welt aus in Coolness erstarrten Models und Bandmitgliedern, die peu à peu aufs Rüdeste in Unruhe gebracht wird: Es wird maschiert und wild gedivt, es wird zerstört, und das Blut spritzt wie einst im Pariser Theater Grand Guignol. Herrlich.
Thomas Venker


Auf der nächsten Seite: Jamie T. - "Sticks'nStones" und Jay-Z feat. Rihanna & KanYe West - "Run This Town"

Aktuelle Lieblingsclips - immer so ne Sache. Auch wenn mittlerweile MTV nicht mehr unser Leben (mit)bestimmt und wir mitunter auch mal wochenlang bloß auf abwegige Schrottclips (Katze fällt in Eimer, Berlusconi hat Sex. you name it) im Netz abspacken, stehen wir doch immer noch auf den klassischen Videoclip. Hier ein paar Lieblinge von euren Intros.

Jamie T. -  "Sticks'n'Stones"
Schönes selbst gedrechseltes Ding. Es fliegen Steine und Bier. Bengalisches Feuer im Dunkeln auf irgendeinem Parkplatz. Trinken im Garten mit Clown. Alles stimmt.
Alfred Jansen


Jay-Z feat. Rihanna & KanYe West -  "Run This Town"
Wenigstens einer aus meiner alten HipHop-Hood, der noch Kohle für 'nen geilen Clip hat. Statt des Mad-Max-Verweiskosmos' der Westküstler von einst (okay, okay, ein bisschen schimmert der hier auch durch) nun also Klapperschlange und Warriors als Einflüsse. Und mittendrin meine Sister Rihanna als Black Panthers Engelin. Saucool, das.
Jelenia Gora


Auf der nächsten Seite: Kaas - "Wunderschöne Welt"  und Lady Gaga - "Paparazzi"

Aktuelle Lieblingsclips - immer so ne Sache. Auch wenn mittlerweile MTV nicht mehr unser Leben (mit)bestimmt und wir mitunter auch mal wochenlang bloß auf abwegige Schrottclips (Katze fällt in Eimer, Berlusconi hat Sex. you name it) im Netz abspacken, stehen wir doch immer noch auf den klassischen Videoclip. Hier ein paar Lieblinge von euren Intros.

Kaas -  "Wunderschöne Welt"
Der Reutlinger Rapper Kaas grinst sich viereinhalb Minuten lang durch einen verstörend niedlichen Clip voll von Einhörnern, Glücksbärchen und naiven Weltverbesserungsfantasien. Konsequenter kann man sämtliche Regeln des HipHop-Biz' nicht unterlaufen, ohne dabei miesen Rap abzuliefern. Ein provozierender Gaga-Clip, dem ich letztendlich sogar die christliche Botschaft verzeihe. Übrigens aus dem Album "T.A.F.K.A.A.Z. :D" (Chimperator / Rough Trade).
Benjamin Walter


Lady Gaga -  "Paparazzi"
Im Gegensatz zu manch anderen totgesagten Medien wie dem Roman, dem Film und dem Telefon sind Videoclips ja wirklich mit dem Ende des Musikfernsehens gestorben. Da finde ich es nur passend, dass Lady Gaga als letzter Popstar zu ihrem Lied "Paparazzi" das letzte große Musikvideo abbekommen hat. So, wie sie die eigene Inszenierung wunderbar aus dem Altschrott von Madonna zusammenbastelt, wurde auch das "Paparazzi"-Video aus den schönsten glänzenden Trümmerteilen und Geschichten einer vergangenen Musikkultur geschmiedet.
Nina Scholz


Auf der nächsten Seite: Miike Snow - "Burial" und Perfume - "One Room Disco"

Aktuelle Lieblingsclips - immer so ne Sache. Auch wenn mittlerweile MTV nicht mehr unser Leben (mit)bestimmt und wir mitunter auch mal wochenlang bloß auf abwegige Schrottclips (Katze fällt in Eimer, Berlusconi hat Sex. you name it) im Netz abspacken, stehen wir doch immer noch auf den klassischen Videoclip. Hier ein paar Lieblinge von euren Intros.

Miike Snow -  "Burial"
Schönes Beispiel, wie virales Storytelling geht. Und darüber hinaus, wie die Optik zu einer seltsamen akustischen Bedeutungsaufladung/Verschiebung beiträgt; nicht zuletzt durch den - würde ich zumindest mal schätzen - ordentlich Okzident-sozialisierten schwedischen Regisseur Daniel Wirtberg.
Lutz Happel


Perfume -  "One Room Disco"
Wahrscheinlich das beste Pop-Video aller Zeiten. Alles drin, aber irgendwie auch nicht. Ambitionierter Choreo-Wahnsinn plus fragwürdige Kameraführung, bei der stets zu befürchten ist, dass man woanders etwas Essenzielles verpasst. High-Tech-Postproduktion versus cheesy Taschenspieler-Kleinkunst. Dazu eine mutmaßliche Ich-kann-total-spitze-alleine-daheim-Spaß-haben-aber-bin-trotzdem-kein-Sozialkrüppel-Message. Und DER Handtaschentrick bei 1:18 Minuten. Kreisch!
Jürgen Dobelmann


Auf der nächsten Seite: Rebolledo feat. Matias Aguayo "Pitaya Frenesi" und Talk Talk "Such A Shame"

Aktuelle Lieblingsclips - immer so ne Sache. Auch wenn mittlerweile MTV nicht mehr unser Leben (mit)bestimmt und wir mitunter auch mal wochenlang bloß auf abwegige Schrottclips (Katze fällt in Eimer, Berlusconi hat Sex. you name it) im Netz abspacken, stehen wir doch immer noch auf den klassischen Videoclip. Hier ein paar Lieblinge von euren Intros.

Rebolledo feat. Matias Aguayo -  "Pitaya Frenesi"
"It takes two turntables and a microphone" - allerdings war selbst das im Budget nicht mehr drin. Als Mikroersatz dient ein Eis, das sich Matias Aguayo in den Bart schmiert. Dazu trommelt wer im Takt auf einer Mülltonne. Musik sollte immer so einfach sein.
Sebastian Ingenhoff


Talk Talk -  "Such A Shame"
Damals gab es ja nur "Formel Eins", und es gab nur dieses eine Lied. Nicht nur ein Ohrwurm. Ich habe mir dann die Haare ins Gesicht wachsen lassen wie Mark Hollis und träume heute noch von einer gemeinsamen Tasse Tee mit dem Mann. Alles, was er danach machte, hat mich darin nur bestärkt.
Wolfgang Frömberg


Auf der nächsten Seite: Tocotronic - "Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk"  und Weezer - "Island In The Sun"

Aktuelle Lieblingsclips - immer so ne Sache. Auch wenn mittlerweile MTV nicht mehr unser Leben (mit)bestimmt und wir mitunter auch mal wochenlang bloß auf abwegige Schrottclips (Katze fällt in Eimer, Berlusconi hat Sex. you name it) im Netz abspacken, stehen wir doch immer noch auf den klassischen Videoclip. Hier ein paar Lieblinge von euren Intros.

Tocotronic -  "Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk"
Mit Tocotronic kam nicht nur inhaltlich eine Trendwende, sondern auch ästhetisch. Überdeutlich wird dies in ihrem ersten Video, gedreht von Kultfilmemacher Henna Peschel (vgl. #173). Supernerd, Supercasual und Superknuffy trotten durch die verregneten Unorte von Hamburg. Meine damalige Freundin bekam später das "Elektro-Wetter"-Shirt, das Dirk im Clip trägt, von ihm geschenkt. Wer will es mir verdenken, dass ich sie wieder und wieder bat, es beim Tauschen der Münze der Liebe nicht abzulegen?
Linus Volkmann



Weezer -  "Island In The Sun"
Für mich als Filmkunstbanausen eine einfache Entscheidung: für süße Tiere! Deshalb das x-te unumstößliche Meisterwerk von Spike Jonze mit spielenden Tiger- und Giraffenjungen. Immer wieder mein Herz. Tausendmal besser als das Alternativvideo zum Song.
Christian Steinbrink


Auf der nächsten Seite: Weezer - "Pork And Beans" und When Saints Go Machine - "Fail Forever"

Aktuelle Lieblingsclips - immer so ne Sache. Auch wenn mittlerweile MTV nicht mehr unser Leben (mit)bestimmt und wir mitunter auch mal wochenlang bloß auf abwegige Schrottclips (Katze fällt in Eimer, Berlusconi hat Sex. you name it) im Netz abspacken, stehen wir doch immer noch auf den klassischen Videoclip. Hier ein paar Lieblinge von euren Intros.

Weezer -  "Pork And Beans"
Sieht kurz aus wie ein langweiliges, aus Fanvideos zusammengeschnittenes "Wir sind eine Familie"-Kunstwerk. In Wahrheit karikiert der Clip subtil und witzig Ego-Gehabe und Performance-Wut auf YouTube und Co. So performen Weezer vor riesigen Cola-Mentos-Fontänen, während Teenager beim Schwingen von Lichtschwertern auf die Fresse fallen.
Felix Scharlau


When Saints Go Machine -  "Fail Forever"

Dänisches Minimalismus-Filmchen zu einem großen Track. Vielleicht sucht der junge Mann im Sternenhimmel und auf der Straße nach Arthur Russell. Wunderschöne Bildsprache, wirkt unmittelbar. I love.
Katja Ruge


Mehr zum Thema Videoclips in unserem aktuellen Videoclip-Special.