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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Musikproduktion im Browser - mit Myna

Web 2.0 und so...

Mit der Musiksoftware Myna erweitert Aviary seine Suite großartiger Grafikprogrammen auf Flash-Basis um eine erste Musikproduktionsumgebung.
Geschrieben am
Aviary.com bietet eine ganze Palette Browser basierter Werkzeuge an. Mit dem neuesten Schützling namens Myna will Aviary jetzt Musikproduzenten erobern. Damit erweitert Aviary seine Suite großartiger Grafikprogrammen auf Flash-Basis um eine erste Musikproduktionsumgebung. Unser Kolumnist Moritz "mo." Sauer hat sich das Tool mal näher angeschaut.

Sämtliche Werkzeuge von Aviary sind erstaunlich und basieren 100% auf Flash. Während in der Vergangenheit ein Grafikprogramm nach dem anderen für die Bildbearbeitung realisiert wurde, erscheint mit Myna ein erstes Musikprogramm.

In Form eines Online Multitrack Audio Editors können User Sequenzen schieben, schachteln, mit Effekten bearbeiten und sich mittels einer großen Bibliothek an vorgefertigten Loops, Hooks und Instrumenten bedienen.


Muster generieren mit dem Aviary-Werkzeug namens Peacock



Myna - Samples und Sounds im Browser schieben
Die Qualität der Sounds haut mich derzeit nicht vom Hocker und richtet sich an Hobby-Musikproduzenten, die schnell etwas zusammenschieben wollen. Interessanter wird es, wenn man eigene Sounds hochlädt: Das ist zwar mühselig, funktioniert aber einwandfrei. Selbstverständlich ersetzt Myna keinen Desktop-Audio-Editor, dafür ruckelt die Soundausgabe zu sehr, während man neue Effekte auf Loops legt. Trotzdem gelingt es den Programmierern eine intuitiv aufgebaute Software zu präsentieren in der eine Menge Potential steckt.


Noch ein weiteres Grafikwerkzeug: Der Farbgenerator Toucan



Myna gibt nämlich einen ersten Ausblick darauf, was wir alles noch im Produktionsbereich innerhalb des Browsers erwarten können. Flash fokussiert sich zur Zeit - auch wenn Audio langsam aufholt - immer noch hauptsächlich auf Grafik. Soundsynthese, Soundbearbeitung und alles was in diesem Bereich dazugehört befindet sich noch im Anfangsstadium, die Möglichkeiten sind dort lange noch nicht ausgereizt. Sicherlich muss Adobe hier auch noch die Flash-Engine polieren, damit alles noch schneller und geradliniger wird. Schließlich schlucken DSP-Algorithmen ordentlich CPU und Flash ist wiederum nur eine Krücke, um solche Dinge Betriebssystem- und Browser-übergreifend zu ermöglichen.

Aber: die Zukunft bleibt spannend!

Website: www.aviary.com


Moritz "mo." Sauer ist Musikliebhaber und Internet-Addict mit Herz und Seele. Als freier Journalist und Buchautor betreut der Kölner sein eigenes Netzkultur-MP3-Magazin Phlow. Für intro.de berichtet mo. regelmäßig über neue Web-Trends. Die gesammelten Kolumnen von mo. findet ihr unter
.: www.intro.de/spezial/webkolumne :.