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Mit Morrissey, Paloma Faith, Martin Kohlstedt, Fjørt u.v.m.

Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Morrissey, Paloma Faith, Martin Kohlstedt u.v.m.
Geschrieben am
Morrissey »Low In High School« (BMG / Warner)
Insgesamt ist das Album angenehm entschlackt und von den bratzigen Rockismen vergangener Solo-LPs befreit. Natürlich bekommt Morrissey das Filigrane der Smiths-Alben nicht reproduziert, dafür gibt es aber mehr Abwechslung, und in Sachen Songwriting wirkt er konzentriert. Der Charme liegt hier auch darin, dass er ernste politische Themen durch luftige, nahezu leichtfüßige Arrangements wie in »All The Young People Must Fall In Love« kontrastiert.
Kai Wichelmann

Morrissey

Low In High School

Release: 17.11.2017

℗ 2017 BMG Rights Management (UK) Ltd.

Paloma Faith »The Architect« (RCA / Sony)
Woher Paloma Faith die kreative Energie für dieses Pop-Meisterwerk nimmt, ist ein Rätsel. Romantik ist es schon mal nicht. Inspiriert hat sie nichts weniger als alles andere: Gesellschaft, Politik, Gestern und Morgen. Daraus hat sie sage und schreibe 19 Songs kreiert, von denen keiner weniger als perfekt ist. Da sind die souligen Nummern (»Lost And Lonely«), die Dance-Popper (»Power To The Peaceful«), die Powerballaden (»I’ll Be Gentle« mit Kuschelbärchen John Legend), die Hymnen (»Warrior«), die Fingerschnipp-Songs (»Tonight’s Not The Only Night«) und die Bewerbung für einen nächsten Bond-Soundtrack (»Guilty«). 
Paula Irmschler

Paloma Faith

The Architect (Deluxe)

Release: 17.11.2017

℗ 2017 Sony Music Entertainment UK Limited

Martin Kohlstedt »Strom« (Edition Kohlstedt / Rough Trade)
Auf »Strom« lässt der Thüringer eine Assoziationskette entstehen, in der sich die vier Elemente mal bildschön, mal bedrohlich, mal fließend und mal störrisch-behäbig in einem klanglichen Fluss aus Piano-Scapes und elektronischen Effekten zu einem mitreißenden Faszinosum verbinden. Es geht aber auch um die Bewegung von Gedanken und Emotionen, um Schnell und Langsam und Vorwärts und Rückwärts.
Kristof Beuthner

Martin Kohlstedt

Strom

Release: 17.11.2017

℗ 2017 Edition Kohlstedt

Mavis Staples »If All I Was Was Black« (Anti- / Indigo)
Die elf Songs sind allesamt weich und sämig, aber packend nah an einem beschissenen Zeitgeschehen. Es geht um Black Lives Matters und um »We go high, when they go low«. Ob einem das Album etwas mitgibt außer perfekt produzierten Soul-Folk-Stücken, hängt zu großen Teilen davon ab, ob man Staples’ Message, dass die Liebe das alles ausheilen wird, noch glauben kann.
Steffen Greiner

Mavis Staples

If All I Was Was Black

Release: 17.11.2017

℗ 2017 Anti

Fjørt »Couleur« (Grand Hotel Van Cleef / Indigo)
Sie probieren mehr aus und erlauben sich Ausflüge in den Postrock, ohne dabei ihre Brachialität zu verlieren. Auch textlich geht »Couleur« deutlich tiefer als die oft durchschimmernde Poesiealbum-Lyrik einiger vergleichbarer Bands: Hier sind Fjørt vertrackt, aber trotzdem deutlich. Und es klingt so, als hätten die Worte zwingend rausgemusst.
David Winter

Fjørt

Couleur (Bonustrack Version)

Release: 17.11.2017

℗ 2017 Grand Hotel Van Cleef

Mo Kenney »The Details« (Turtlemusic / Rough Trade)
Mo Kenney schafft es bei all ihrer Zerbrochenheit, etwas Pop-Punk und einige gute Pointen aus der zerfahrenen Situation zu pressen. Angefangen bei der simplen, 30-sekündigen Song-Erkenntnis, dass die Katze kein Kuchen und das Zerschneiden nach der Trennung weder für die Katze noch für das Ex-Paar eine erstrebenswerte Lösung ist, über den Absturz und Alkohol bis hin zum kleinen Hoffnungsschimmer »I Can’t Wait« und dem Aufwärtstrend »Feeling Good« am Ende durchlebt man hier eine kleine Heldenreise durch Kenneys Phase der Irrungen und Wirrungen.
Sebastian
Jegorow

Jones & Company (Rough Trade)

The Details

Sharon Jones & The Dap-Kings »Soul Of A Woman« (Daptone / Groove Attack)
So traurig der Verlust der Soul-Größe, die 2016 einem Krebsleiden erlag, auch ist, so passend fügt sich ihre Lebensgeschichte in den Leidensweg des Soul. Dabei ist Authentizität gar kein Qualitätsmerkmal, das man bei Jones und den Dap-Kings noch bemühen müsste. Für diese letzten Aufnahmen begaben sie sich, sich des nahenden Finales durchaus bewusst, ein letztes Mal in das House-of-Soul-Studio in Bushwick, um die vielleicht intensivste, beste und anspruchsvollste Platte der Bandgeschichte auf Achtspurband festzuhalten.
Klaas Tigchelaar

Sharon Jones & The Dap-Kings

Soul of a Woman

Release: 17.11.2017

℗ 2017 Daptone Records

Neufundland »Wir werden niemals fertig sein« (Neufundland / Rough Trade)
Neufundland stellen der sinnentleerten Suche nach Perfektion und zwanghafter Selbstoptimierung eine lakonische Gelassenheit entgegen: einfach mal alles auf sich zukommen lassen, sich nicht festlegen müssen, so wird der Albumtitel zugleich zum Leitmotiv der gesamten Herangehensweise der Band. Soundtechnisch ist ihre LP dementsprechend nicht auf eine Standardformel zu reduzieren. Neben etwas 1990er-US-Indie haben die Jungs sicher auch viel britischen Gitarrenrock der letzten Dekade gehört.
Thorsten Streck

Neufundland

Wir werden niemals fertig sein

Release: 17.11.2017

℗ 2017 Neufundland

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