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»Weißes Rauschen«

Erik Cohen

Als Sänger der Kieler Hardcore-Prolls Smoke Blow war Erik Cohen ein verlässlich unberechenbarer Irrer. Als Solokünstler ist er ein pathosbesoffener Chronist des Großstadtalltags.
Geschrieben am
Gefällige Riffs, deutschsprachige Texte und ein gepflegter, tiefer Gesang statt amoklaufender Hardcore-Vocals – mit diesem Konzept überraschte the artist formerly known as Jack Letten 2014 auf seinem ersten Soloalbum unter dem Namen Erik Cohen. »Nostalgie für die Zukunft« bewegte sich relativ stringent zwischen 1980er-Schwermut-Rock wie The Mission und The Chameleons, gelegentlichen Country-Ausflügen und schnoddriger Maritim-Romantik. Er konnte damit überzeugen, auch wenn er in der einen oder anderen Textzeile schon mal über die eigene Kunstbeflissenheit stolperte. 

Diesen Kurs setzt Cohen nun auf »Weißes Rauschen« fort, wie man etwa in den Songs »Schattenland« und »Totenspinnengeist« deutlich merkt: Pathosschwangere Texte treffen auf düster-dramatische Goth-Rock-Riffs – wer da keine Berührungsängste kennt, kann mit dem Album richtig Spaß haben. Man muss aber ausblenden können, dass die Platte zwischendurch starke Schlagseite in Richtung Kitsch bekommt, wie mit den gefühligeren und musikalisch schwächeren Songs »Regen«, »Neues Blut« und »Der heilige Gral«. Auch wenn solche Hänger in der Unterzahl sind: An das hohe Level seines ersten Albums nach Smoke Blow kommt Cohen dieses Mal nicht ganz heran. 

- Erik Cohen »Weißes Rauschen« (RYLNKR / Rough Trade / VÖ 15.01.16)

Erik Cohen

Weisses Rauschen

Release: 15.01.2016

℗ 2016 RYL NKR Recordings

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