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»The Traveller«

Baaba Maal

Senegalesischer Pop zwischen Spiritualität und Weltgewandtheit, der von maximal präsenten akustischen Klängen dominiert wird.
Geschrieben am
Baaba Maal ist bereits seit den späten 1980ern als Musiker aktiv. Über die Jahre hat er sowohl für große als auch unabhängige Firmen zahlreiche Alben aufgenommen. Maal singt bevorzugt in Pulaar, einer Sprache, die vor allem in Mali, Mauritius und seinem Heimatland Senegal gesprochen wird. Vereinzelt gibt es auf seinem neuen Album Passagen, in denen er englischsprachige Zeilen einstreut. Orientiert man sich daran und berücksichtigt zudem den Albumtitel, ergibt sich der Eindruck, Maal vertone Übergangsstadien auf dem Weg zu einem höheren Ziel. Musikalisch herrscht ein akustischer Sound vor, der aber weniger auf Reduktion denn auf maximale Präsenz hin ausgerichtet ist. Dazu tragen vornehmlich die vielschichtig übereinandergelegten Gesänge bei, die der Musik eine dialogische Qualität verleihen. Sphärische Keyboard-Klänge situieren die Musik in einem radiokompatiblen Mainstream-Kontext, der allerdings von einer aufgewühlten Unruhe kontrastiert wird, die sich in perkussiven Passagen sowie einem anklagenden Tonfall artikuliert. Diesen Eindruck bestätigt der englisch vorgetragene Chant »War«, der Krieg als Droge interpretiert, die Abhängigkeit erzeugt. »The Traveller« ist ein spirituell geprägtes Album, das gleichwohl sehr konkrete weltliche Themen behandelt. Dabei gelingt es Maal, seinen spezifisch senegalesischen Blickwinkel gewinnbringend mit einer universalen Perspektive in Einklang zu bringen, ohne dass dies als Anpassungsgeste verstanden werden muss.  

-Baaba Maal
»The Traveller« (Marathon Artists / Rough Trade / VÖ 15.01.16)

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