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Zwei Herzen schlagen ...

Reality Studio

Die Initialzündung erlebte Svenja Specht bereits mit fünf Jahren: Damals brachte ihr Vater ein Geschenk für sie aus Paris mit, nicht irgendein Geschenk
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Die Initialzündung erlebte Svenja Specht bereits mit fünf Jahren: Damals brachte ihr Vater ein Geschenk für sie aus Paris mit, nicht irgendein Geschenk, sondern ein "besonderes Kleidungsstück, eine eigenwillige rot-blaue Lack/Plüschjacke von Dior". Auf Anhieb verliebt in dieses ansehnliche Stück Extravaganz, lernte sie früh, was es bedeutet, anders auszusehen - und anders zu wirken: Eine glanzvolle Hülle bringt ja auch mehr Resonanz mit sich.

Ein erster Keim war gepflanzt, in ihrem Kinderzimmer aber zunächst Schere und Kleber schwer angesagt, Nadel und Faden hatten erst einmal das Nachsehen. Diesen inneren Dualismus der Interessen hat Svenja sorgfältig gepflegt und daraus geschöpft, um Jahre später ganz diplomatisch einfach beides zu studieren: Mode- und danach Produktdesign. Sich und ihrer besonderen Mischung treu, interessierten sie aber auch im zweiten Studiengang meist Themen mit modischem Zusammenhang, ein Kostüm für eine Sopranistin, bestehend aus 300 Teilen zum Beispiel. Nach den Abschlüssen zog es sie sofort in die weit entfernte Praxis: nach China - und drei Jahre später nach Paris, womit die Geschichte ihren Kreislauf vollendet hat.

Auf die Frage nach der wichtigsten Entscheidung in ihrem Leben antwortet Svenja spontan: "Die Entscheidung, mich endlich selbstständig gemacht zu haben. Worauf sollte ich noch warten? An Grundlagen, Erfahrungen und Ideen mangelte es nicht, also habe ich irgendwann begonnen, die nötigen Fragen zu stellen, ein Netzwerk aufzubauen und an meiner Testkollektion zu arbeiten." Aus dem Test wurde ein fulminanter Start, denn ein japanischer Modeagentur-Scout entdeckte ihre Stücke in einem Berliner Schaufenster. Die Konsequenz: Die Kollektion musste über Nacht verdoppelt werden. Mittlerweile hat sie sich Businessroutine draufgeschafft, hat den überraschend schnellen Start in gesicherte Bahnen geführt - und somit Zeit und Energie für neue Ziele: "Ein größeres Atelier wäre fantastisch, mit mehreren Räumen und Platz für ein festes Team, mit dem ich zusammenarbeiten kann. Jemand würde sich um das Büro kümmern, um den Vertrieb, und eine fest angestellte Schneiderin oder ein Schneider könnte mich noch mehr unterstützen, dann hätte ich auch Zeit für eine Männer- und Kinderkollektion."

Klingt doch ganz realistisch. Aber bleiben wir zunächst beim bereits Geschafften: Die aktuelle Winter-07/08-Frauenkollektion gibt's in Deutschland ab August im Bestshop (Berlin), in Stuttgart in der Olympia Boutique, bei Gold in Köln und im Netz unter www.styleserver.de. Ansonsten ist Reality Studio in Europa und Japan erhältlich (Shopliste unter www.realitystudio.de). Und so beschreibt Svenja Specht selbst die Kollektion: "Ich entwerfe keine Last-Minute-Trends mit kurzfristigem Verfallsdatum, sondern lege vielmehr Wert auf eine konstante Stilentwicklung mit eigener Handschrift. Manchmal hole ich Musterteile und Schnitte vergangener Kollektionen wieder hervor, die ich verworfen hatte, und auf einmal passen sie mit ein paar Veränderungen wunderbar in die neue Kollektion. Meine Mode würde ich als eigenwillig, zum Teil androgyn und asiatisch beeinflusst beschreiben. Das kann auch mal eine Herausforderung an die Trägerin darstellen, die Lust auf Experimente haben sollte. Oft sind die Stücke durchaus ebenso alltags- wie abendtauglich, je nach Kombination. Ein Oberteil kann auch mal auf unterschiedliche Weise angezogen werden, durch verschiedene Ärmel oder (Aus-) Schnitte. Die Trägerin soll Spaß am Tragen und der Wirkung des Kleidungsstücks haben, so wie es mir damals mit der Dior-Jacke passiert ist."

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