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Es rappt und rappelt in der DOSe

MAGIX "Music Maker 3.0"

Wolfgang ist der multimedialste Mensch der Erde: Der dandyhafte Moderator der "Computerclub"-Sendung im WDR macht das, wovon wir alle nur delirieren können: Er lebt seine kühnsten Träume. Und die bestehen augenblicklich aus einem Dingen called "Lallus", eine Computerhampelei, die es ermöglicht, mit
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Autor: intro.de

Wolfgang ist der multimedialste Mensch der Erde: Der dandyhafte Moderator der "Computerclub"-Sendung im WDR macht das, wovon wir alle nur delirieren können: Er lebt seine kühnsten Träume. Und die bestehen augenblicklich aus einem Dingen called "Lallus", eine Computerhampelei, die es ermöglicht, mit einem einfachen Anruf von einem öffentlichen Fernsprecher den Rasierapparat daheim in Betrieb zu setzen. Denn auch Back weiß: das multimediale Zeitalter beginnt erst dann, wenn die traute Kaffeemaschine über eine IP-Adresse verfügt.
Die Firma MAGIX gibt sich in dieser Hinsicht etwas weniger visionär. Multimedia ist für sie immer noch, wenn Klang und bewegtes Bild gemeinsame Sache machen. Der "Music Maker 3.0" (DM 99,-) soll da Schützenhilfe leisten. Die Software fühlt sich in jedem handelsüblichen PC inkl. Soundkarte wohl und vermittelt zwischen Samples, MIDI, Video- und Grafikdateien. Schwerpunkt ist das digitale Audio. Auf vier, acht oder sechzehn Spuren können per drag & drop Samples bis 44,1 kHz in einem definierbaren Raster arrangiert werden. Passende *.wav-Konfektionsware wird gleich mitgeliefert, eigene Samples können gleichwohl erstellt werden. Rudimentäre Bearbeitungsmöglichkeiten wie Hall, Distortion, Filter und Normalisierung etc.pp. verstehen sich heutzutage fast schon von selbst, und es gibt einen kleinen Mixer mit einem fünfbandigen Equalizer. Wenn die Rechnerleistung in puncto RAM-Ausstattung (16 MB Minimum) stimmt, läßt sich das Klangmaterial in Echtzeit manipulieren. Die Samples werden in den Arbeitsspeicher geladen und bleiben da auch zunächst, so daß alle Arbeitsschritte non-destructive sind und sich jederzeit mittels undo rückgängig machen lassen. So man aber alle Spuren vollgeschossen hat oder der Abspielvorgang mangels Rechnerressourcen anfängt zu ruckeln, lassen sich die Spuren zusammenmixen und auf die Platte schicken.
Wie es sich für zweckmäßiges Spielzeug gehört, macht die Bedienbarkeit im Grunde keine Zicken: Im Arrangement läßt sich beliebig mit der Maus rumfuhrwerken; markierte Samples verfügen über kleine "Anfasser", über die sich die allerwichtigsten Funktionen wie Lautstärke, Abspielende, Fades und Hintereinanderklatschen regeln lassen. Warum es jedoch keinen zentralen playbutton gibt, ist nicht zu verstehen; daß die Space-Taste dafür zuständig ist, muß man wissen. Das Herumdaddeln mit dem "Music Maker" macht durchaus Böckchen, wenn man zum Beispiel ohne vernünftige Schnittfunktionen auskommen kann. Der "Music Maker" ist nun mal ein kleines fun-tool und nicht für ein professionelles environment gedacht. Und so erklärt es sich, daß die Effektsektion einigermaßen sparsam bestückt ist: Man kann sich beispielsweise entscheiden, ob man gerne viel, mittel oder wenig Hall auf die Klänge loslassen möchte, Editiermöglichkeiten gibt es nicht und würden die potentielle Kundschaft sicher auch eher verwirren als erfreuen. Und so kann man einfach und unbürokratisch mal juste schauen, was eigentlich ein Tiefpaßfilter so kann und macht und wo er sich sinnig einsetzen läßt. Wenn man's nicht schon weiß, ist das sicher recht informativ.
Beim Thema MIDI geht's dann eigentlich eher um das Thema Synchronisation. Der "Music Maker" kann MIDI abspielen und Tempoanpassungen vornehmen, und das reicht ja auch. Bei der Hinzunahme von Video ist das Thema der zeitlichen Ineinklangbringung ebenso Kern der Sache. Zusätzlich gibt es aber auch hier eine kleine Effektsektion: Blue- und Black-Box sind standardmäßig dabei, andere Filter lassen sich definieren. Fehlfarben sind mitunter eine spannende Angelegenheit (und für Popvideos natürlich fast schon vorgeschrieben), und so lassen sich drei verschiedene presets an den Start bringen. Geht klar
Der "Music Maker" steht und fällt natürlich mit dem verfügbaren Datenmaterial. MAGIX bietet verschiedene, nach Musikstilen sortierte Sampling-CDs an. Elektronische Musik wie "Dance/House", "Rap/P-Funk/HipHop" oder "Techno/Trance" können leicht überzeugen: Die Auswahl an gängigen Standard-Sounds kann man getrost als gelungen bezeichnen, da hören sich die eigenen kleinen Musikstücke gleich so an, wie man sie kennt. Die "Soul/P-Funk/RnB"-CD kommt mit live gespielten Samples daher. Profi-Mucker aus L.A. - woher sonst - haben diesbezüglich hochamtliche Licks und Beats in den Kasten gespielt, das groovt ordentlich. Erstaunlicherweise lassen sich die Samples durchaus auch völlig planlos kombinieren; nie waren Tonarten so unwichtig wie heute. Unschön allerdings, daß die Vocal-Samples auf der "Soul"-CD nicht ganz sauber sind: Wer genau hinhört, wird einen Schlagzeug-Beat vernehmen, der da nun wirklich nichts zu suchen hat (Kopfhörerübersprechungen bei der Aufnahme?). Aber wer wirklich ernsthaft arbeiten möchte, verfügt ohnehin über einen hochwertigen Audio-Editor und kann die störenden Frequenzen mit ein wenig Gefummel ja rausfiltern. Here we go ...
Weitere Infos gibt's im Netz unter http://www.magix.net

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