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Homegrown

XTC

Wer ist schon XTC-Begleiter der ersten Stunde? Da hätten viele wohl früher aus den Windeln kommen müssen. Seit 1977 poppen sie durch die Gegend, wurden anfangs fälschlich für Protagonisten der britischen Punk-Szene gehalten. Ist ihnen jetzt eher unangenehm. Ich meinerseits habe mit dem Album “Skylar
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Wer ist schon XTC-Begleiter der ersten Stunde? Da hätten viele wohl früher aus den Windeln kommen müssen. Seit 1977 poppen sie durch die Gegend, wurden anfangs fälschlich für Protagonisten der britischen Punk-Szene gehalten. Ist ihnen jetzt eher unangenehm. Ich meinerseits habe mit dem Album “Skylarking” (1986) erstmals dieses süße Sausen in die Ohren bekommen, diese Melodien und Arrangements, die mich schlicht überrumpelt haben und seitdem nicht mehr loslassen wollen. Dank sei nicht nur Andy Partridges und Colin Mouldings Kompositionskünsten und Stimmen, sondern auch Dave Gregorys Notensetzerei für die Streicher. Schlicht unglaublich. Später gerieten XTCs Platten (“Oranges & Lemons” bzw. “Nonsuch”) für mich etwas ins Abseits. Fans mögen mir meine persönliche Durststrecke verzeihen. Mit “Apple Venus” (1999) und “Wasp Star” (2000) habe ich wieder die Ohren gespitzt. “Apple Venus” zog wenig später die “Homespun” nach sich, eine Sammlung von Demoversionen, die quasi die musikalische Skizze von “Apple Venus” enthielt. “Wasp Star” zieht nun konsequenterweise die vorliegende “Homegrown” nach sich und enthält entsprechend deren Demoversionen. Mit “Homegrown” bekommt man keine Platte à la “Hey, wir haben in der Sofa-Ritze vom Studio noch so ‘ne alte Low-noise-Kassette von Andy Partridge gefunden. Da kann man doch bestimmt noch Kohle mit machen.” Viel eher wird man Zeuge, wie Partridge in seiner Gartenhütte mit Achtspur-Rekorder und Drummachine Unikate des Pop kreiert. Oder wie er sich mit seiner Gitarre vor ein Mikro setzt und seine Akkorde festhält. “You get the idea” - Andy Partridge spricht mit seinem Kassettenrekorder, als wäre er sein bester Freund. Durch seine offenherzigen Linernotes erfährt man zudem viel über die Wurzeln seiner musikalischen und textlichen Ideen. Mit “Homegrown” nimmt man Teil an einem Kurs in “Advanced Music Composing”, von dem man sich als nach Inspiration lechzender Musiker eine Scheibe abschneiden sollte.

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