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WASP Star (Apple Venus Vol. 2)

XTC

'This record has more hooks than a Long John Silver convention and it contains all the colors of the plectrum. I think it is head, shoulders and frenum above the rest of the pop music world. You will either love it or it will be the most expensive frisbee you ever purchased. Sure it's a collection o
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Autor: intro.de

'This record has more hooks than a Long John Silver convention and it contains all the colors of the plectrum. I think it is head, shoulders and frenum above the rest of the pop music world. You will either love it or it will be the most expensive frisbee you ever purchased. Sure it's a collection of songs, but it's also a CD that you can shave your face in as well.' Ein schönes Stück Lebensqualität, diese wohl gesetzt / ätzende Ironie, mit der Andy Partridge die Vorzüge des neuen Albums seiner festen musikalischen Zweierbeziehung mit Colin Moulding a.k.a. XTC umreißt. Absolut zutreffend. Nicht innovativ also, sondern von unprätentiös-traditionsverbundener Vollkommenheit, stellen die oft stumpf und unzutreffend als Erben von Lennon/McCartney bezeichneten Partridge und Moulding mal wieder alles, über das sich ähnlich (Un-) Zutreffendes sagen ließe, ins Aus. Auch den Vergleich selbst. Einige besondere und exzellente Gesangsbeiträge diesmal, wobei vor allem Moulding auffällt, der gelegentlich intoniert, als habe er einen kleinen Tom Petty gefrühstückt, während Partridge bleibt, was er schon lange ist: einer der besten Pop-Vokalisten ever, dessen Songs allein in ihren Harmoniefolgen genug köstliche Intelligenz besitzen, um quasi alles, was sie noch ausmacht, wie eine luxuriöse Dreingabe erscheinen zu lassen. Taumelnd, aber wie nie bereit zu glauben, singt er das Hohelied der 'Church Of Women', so verliebt wie einst im Mai und doch immer voller Furcht vor der Novemberkälte, der 'Man Who Murdered Love', den allein sein knirschender Humor vor dem Abrutschen in die triefenden Tiefen verschnodderter Flennerei bewahrt: 'Well I stumbled and I fell like a wounded horse / when I found out you'd been riding another man'. Nach dem letztjährigen orchestralen Wunderwerk 'Apple Venus Vol. 1' wieder strictly guitar-driven und klanglich dem '92er-'Nonsuch' trügerisch nah, ist 'Wasp Star' die nächste und eine andere Runde herum um den perfekten Popsong. Denn sein Geheimnis zu bewahren, auch wenn man die Koordinaten kennt, und ihm nicht jenes große, phantastische Versprechen namens Pop zu entreißen, das seine Makellosigkeit erst möglich macht, auch das ist 'Wasp Star', auch das bedeutet XTC. ROLF JÄGER

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