×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

Intro Die Woche

Jetzt für den Newsletter anmelden

*
*
*
. .
×

Nostalgie-Trip

Weezer live in Köln

Seltene Gäste in Köln. Weezer haben gestern eins von nur zwei Deutschlandkonzerten in der Rheinmetropole gegeben. Ein Abend voller Neunziger-Nostalgie.
Geschrieben am
16.10.2017 - Köln, E-Werk

Eine unerwartete Nachricht vorab: schon Tage im Vorfeld ist das Konzert von Weezer im nicht grade kleinen Kölner E-Werk ausverkauft. Was treibt die Menschen wohl dazu, sich 2017 Weezer anzugucken? Eine Band, die seit knapp 15 Jahren kein wirklich gutes Album mehr gemacht hat und trotzdem knapp 50 Euro für die Tickets verlangt. Allerdings ist es eben auch eine Band, die hierzulande enorm selten zu sehen war und mit ihrem blauen, selbstbetitelten Debütalbum 1994 einen modernen Klassiker schuf, auf dem kein schlechter Song zu hören ist. In der Folgezeit wurden Rivers Cuomo und seine Kollegen mitverantwortlich für den Siegeszug der Slacker und Nerds in der Popkultur. So dürfte besonders die allgegenwärtige Nostalgie des Lebens jenseits der 30 die maßgebliche Triebfeder dieses Abends sein.

Alles beginnt wie erwartet: Das Publikum hat die alltägliche Bürogarderobe gegen die Kapuzensweater der Jugend getauscht und freut sich auf eine musikalische Zeitreise. Zunächst muss man jedoch die ersten 30 Minuten geduldig überstehen. Hier zeigen Weezer, dass sie auch nach den Neunzigern noch Songs geschrieben haben, wenn auch nicht unbedingt die spannendsten. Als kleinen Leckerbissen bekommt man »Surf Wax America« schon recht früh zu hören. Die Ansagen zwischen den Liedern wirken einstudiert und standardisiert, aber so richtig zu stören scheint es keinen. »Hallo Deutschländ, wie geht’s?« fragt Cuomo einmal deutlich zu ausgelassen. »Deutschland hat im Augenblick so seine Wehwehchen, aber uns geht’s gut«, möchte man antworten.

Wirklich unterhaltsam wird es erst im zweiten Teil der Show, als die Band mit dem Crowdpleasing beginnt. In einem Block werden »My Name Is Jonas«, »Undone – The Sweater Song«, »Hash Pipe« und »Buddy Holly« schön rumpelig abgefeuert. Wundervoll, die Teenager-Seele feiert. Gnädig verzeiht man, dass sich unter die Hochkaräter mit »Beverly Hills« auch die schlimmste Single der Bandgeschichte mischt. Um so mehr, da die Band als Zugabe des gut achtzigminütigen Sets sogar noch »Say It Ain’t So« auspackt. 

Folgt uns auf

  • folgen
    mehr
  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr