×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

Intro Die Woche

Jetzt für den Newsletter anmelden

*
*
*
. .
×

Die Notwendigkeit menschlicher Interaktion

Video zur neuen Single von Torres

Nach zweijähriger Verschnaufpause ist Torres a.k.a. Mackenzie Scott zurück im Indie-Dschungel. Beim neuen Label (4AD) folgt nun die Single »Skim«. Im dazugehörigen Video zeigt sie sich frappierend beunruhigt.
Geschrieben am
Ob ein Rücken nun entzückt, vermag Torres nicht zu beantworten. Zum Glück. Dass sie sich im Video zu ihrer neuen Single »Skim« eingangs doch vom Betrachter abkehrt, liegt kaum an einer Null-Bock-Mentalität. Vielmehr geht es um in sich ruhende Isolation. Es gilt Frustmomente des Hintergangenwerdens zu vergessen und zwischenmenschliche Scheinbarkeit zu prügeln.

Keine geringere als Ashley Connor durfte hierbei die Filmklappe bedienen. In ihren Videos für Angel Olsen oder Sky Larkin konnte die New Yorker Film- und Foto-Akrobatin ihre kinematografischen Fähigkeiten schon ausreichend unter Beweis stellen. Für Torres bastelt sie in »Skim« einen immersiven Fiebertraum zusammen.

Unentwegter Blickkontakt und die Frage, wem eigentlich all die Gliedmaßen gehören, die lüstern das Haupt der entrüsteten Protagonistin umgarnen, beziehen Kritiker wie Liebhaber in die Sinngebung ein. Ob sie wollen oder nicht. Konsequent ist, dass die Notwendigkeit menschlicher Interaktion fraglos in den Vordergrund rückt. Der Clou liegt nahe. Während sich Torres in fatalistischer Del-Rey-Manier der besungenen Scheinheiligkeit ergibt, befindet sie sich eben dort, wo soziale Interaktion sonst eigentlich gut funktioniert. Oder eben vorgegaukelt wird: in leeren Wohnzimmern, entvölkerten Partykellern oder vereinsamten Badewannen. Torres begegnet ihren Verlustängsten jedoch keineswegs mit Katzenjammer. Dynamische Kamerafahrten fixieren ihren Groll, betonen allerdings auch die Unmissverständlichkeit einer kathartischen Botschaft. Musikalisch bleibt sie sich ebenso treu. Dröhnende Klangvariationen, angereichert mit cleveren Synthie-Akzenten, hybridisieren »Skim« zu einem schnörkellosen Gemenge aus Indie und Dark Pop. 

Regisseurin Connor überlässt derweil nichts dem Zufall. Und so geht Torres genauso wie sie kam: etwas psychotisch, ein bisschen verdrossen und keinesfalls mit dem Rücken zur Wand.

TORRES

Sprinter

Release: 18.05.2015

℗ 2015 Partisan Records

Folgt uns auf

  • folgen
    mehr
  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr