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»Offerings«

Typhoon

Viel hilft viel: Das vierte Typhoon-Album quillt mal wieder an allen Ecken und Enden über: Bandmitglieder, Instrumentarium, Konzept und Länge. Konzeptionell ist das manchmal anstrengend, musikalisch aber immer großartig.
Geschrieben am
Es hat mal wieder fünf Jahre gedauert. Das letzte – übrigens fantastische – Typhoon-Album »White Lighter« wurde 2013 veröffentlicht. Der lange Produktionsprozess ist jedoch gar nicht mehr so verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Band nicht nur elf Kalender, sondern auch noch elf Meinungen unter einen Hut bringen muss. Das ist schon beim Promo-Bild schwer genug, auf dem aus irgendeinem Grund nur acht der elf Mitglieder zu sehen sind. Trotzdem klingt auch das neue Album »Offerings« wieder durch und durch konsistent. Typhoon spielen immer noch ihre opulente, fast orchestrale Version eines ambitionierten Americana/Folk-Verschnitts. Da ist der Vergleich zu den frühen Arcade Fire natürlich nicht weit hergeholt, sondern überaus angebracht. 

Im Gegensatz zur Musik erweist sich der konzeptionelle Überbau von »Offerings« manchmal als etwas anstrengend. Die Geschichte einer Person, die mit ihrem Erinnerungs- und Identitätsverlust zu kämpfen hat, mag zwar ambitioniert sein – mitreißend ist sie nicht immer. Im Gegensatz zur musikalischen Leistung: Den Genre-Größen Other Lives, Beirut oder auch Bright Eyes stehen Typhoon mit diesem teils exzessiven, teils reduzierten Avant-Folk in nichts nach, der zwischen wunderschönen Songperlen wie »Coverings« und komplex-sperrigen Stücken wie »Algernon« mäandert. Bis zum nächsten Album dauert es hoffentlich nicht wieder fünf Jahre.

Typhoon

Offerings

Release: 12.01.2018

℗ 2017 Roll Call Records

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