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in aller un-bescheidenheit ...

Tricky

Geboren in Bristol im Revolutionsjahr 1968, infiltrierte TRICKY bereits als 18jähriger die Rap-Band FRESH 4, die zu jener Zeit mit der Bristol "Wild Bunch"-Szene assoziiert wurde. Von dort war es nur ein kleiner Sprung zu den Begründern dieser Bewegung, die sich bereits über Englands Grenzen hinaus
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Autor: intro.de

Geboren in Bristol im Revolutionsjahr 1968, infiltrierte TRICKY bereits als 18jähriger die Rap-Band FRESH 4, die zu jener Zeit mit der Bristol "Wild Bunch"-Szene assoziiert wurde. Von dort war es nur ein kleiner Sprung zu den Begründern dieser Bewegung, die sich bereits über Englands Grenzen hinaus einen Namen gemacht hatten: MASSIVE ATTACK. TRICKY betätigte sich als Co-Writer und spielte bei drei Songs der von der Kritik reichlich bedachten "Blue Lines"-LP. Nach dieser Grundsteinlegung verlegte sich der schon damals Karrierebewußte erst einmal aufs Produzieren, lernte aber 1991 die Schülerin Martina kennen und beschloß, Probeaufnahmen zu machen, da reichlich Stimmpotential vorhanden schien.
Bis es jedoch zu konkreteren Plänen kommen konnte, vergrößerte TRICKY zunächst einmal seinen Ruf als Produzent, indem er NENEH CHERRY und BJÖRK tatkräftig unter die Arme griff. Auf der Suche nach dem perfekten Zeitpunkt sammelten er und Martina in der Zwischenzeit Material und streckten die Fühler nach einem Plattendeal aus, der sich Ende letzten Jahres schließlich ergab. Resultat: Ein irritierend eigenständiges Album irgendwo zwischen MASSIVE ATTACK, BJÖRKs "Debut" und PUBLIC ENEMY. PUBLIC ENEMY? Jawohl, denn die toughen Rap-Pioniere aus Brooklyn gehören zu den frühesten Einflüssen des Engländers und haben in ihm einen der treuesten Fans. Grund genug, eine abenteuerliche Version von "Black Steel" auf das Album zu nehmen. Grundsätzlich jedoch hat TRICKYs Klangwelt wenig mit HipHop zu tun. Thematisch wiederkehrende Breakbeats mischen sich mit vorrangig dem Ambient-Genre entliehenen Strukturen, gewürzt mit Industrial- und Dub-Elementen, so daß jede Schublade zu klein erscheint, um das Gesamtbild einzugrenzen, was, so verrät der Newcomer ein wenig borniert, auch gar nicht nötig sei, schließlich spreche jeder einzelne Song für sich und bedürfe keiner Erklärung.
"Es hat mich drei Jahre gekostet, bis alles genau so war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Niemand sollte mir in irgendetwas hereinreden, alles mußte exakt so passieren, wie ich es sagte. Kontrolle ist wichtig, wenn du dich darauf einläßt, Musiker zu sein, sonst hat deine Platte am Ende nichts mehr mit dem gemein, was du eigentlich sagen wolltest. Nun, ich war in der glücklichen Situation, Kontrolle über alle wichtigen Faktoren zu erlangen, und hier ist mein Album, es ist nahezu perfekt", kommentiert TRICKY sein Debüt, welches so bald keinen Nachfolger finden wird. Denn er fühlt sich kreativ etwas ausgebrannt und möchte am liebsten ganz neue Erfahrungen sammeln, bevor er sich an das nächste Album begibt. "Schauspieler", verrät er schließlich augenzwinkernd, "das wäre eine Herausforderung. Am liebsten als Monster, in einer Maske, unter der man mich nicht erkennt - oder besser noch als Superheld. Ein Superheld ..., ja, das wäre nicht schlecht ..."

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