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Habitual Loafers Of Necessity

Tonic

Das ist bereits das zweite selbstproduzierte Album der sympathischen Engländer aus Köln. Wie es sich für waschechte Briten gehört, muß man ein wenig snobistischen Sprachwitz - z. B. bei der Titelgebung - in Kauf nehmen. „Habitual Loafers ...“, das sind „gewohnheitsmäßige Faulenzer aus Notwendigkeit“
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Autor: intro.de

Das ist bereits das zweite selbstproduzierte Album der sympathischen Engländer aus Köln. Wie es sich für waschechte Briten gehört, muß man ein wenig snobistischen Sprachwitz - z. B. bei der Titelgebung - in Kauf nehmen. „Habitual Loafers ...“, das sind „gewohnheitsmäßige Faulenzer aus Notwendigkeit“. Natürlich ist dies nicht ganz ernst zu nehmen, denn faul sind die Jungs um das Songwriterduo Alex Paulick und Rob Taylor nun wirklich nicht. Durch unermüdliche Live-Auftritte haben sie sich im Verbreitungsgebiet des „Express“ eine treue Fangemeinde erspielt, die jeden ihrer Auftritte zu einem Erlebnis werden läßt. Wer die vorliegenden Stücke bereits von den Live-Mitschnitten her kennt, wird überrascht sein: Setzen TONIC in Konzerten ganz auf Transparenz und musikalisches Understatement, wird auf Platte mächtig aufgedreht. Die 14 „absolutely live“ eingespielten Tracks strotzen geradezu vor witzigen Arrangement-Ideen und Spielfreude. Da gibt es beinahe rockige Gitarren, rhythmische Spielereien, fast psychedelische Klangeffekte und Experimente mit dem Einsatz von Keyboards, darunter ein lustig jodelnder Analog-Synthesizer. Akustisches, wie noch auf dem Vorgänger „Action“, fehlt ganz. Klar zu erkennen ist hier der Wunsch, sich vom Straßenmusiker-Image zu lösen. Das Rückgrat des TONICschen Schaffens bleiben jedoch nach wie vor die komplexen, im guten Sinne altmodischen Popsongs in der Preisklasse etwa eines ELVIS COSTELLO. Robs und Alex vertrackter Harmoniegesang, komplexe Akkorde und das abwechslungsreiche Wirken der Rhytmusgruppe machen die kleinen Pop-Dramen zu Stücken, die die Jahre überdauern werden. Sicher, das geht nicht beim ersten Mal ins Ohr und ist auch nicht unbedingt zum Mitklatschen geeignet. Aber zeichnet nicht gerade das die wirklich großen Pop-Bands aus? Auf jeden Fall bieten TONIC eine erfrischende Alternative zum gängigen Hitparadenschmus. Daß sie dabei den jeweils weniger begangenen Weg gehen, ehrt sie zusätzlich - auch wenn dies manchmal ein ziemlich holpriger sein kann.

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