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So war's in Leipzig: Wie Frank Sinatra in Lederjacke.

Thees Uhlmann live

Thees Uhlmann packt die große Professionalität und Show aus, mit Overstatement und Victory-Zeichen. Warum auch nicht?
Geschrieben am

06.11.2013, Leipzig, Werk2

 

Es ist groß. Was? Alles an diesem Abend: das Banner hinter der Bühne des Werk 2, auf dem einfach Thees Uhlmann steht, die knallenden Lichtkegel und die Gesten. Das Finger-V zur Decke, die Gitarre über’m Kopf und die Faust am Herz. Überhaupt das Herz von Thees Uhlmann – das scheint auch wieder so groß, als wolle es alle anwesenden 1200 Leute fassen. Er bedankt sich und sagt, wie sehr es ihm hier gefällt. Das Verrückte ist, dass man es ihm glaubt. Es hat ihm eben auch noch niemand nachweisen können, dass er es nicht liebt, seine Lieder zu singen und in Musik zu machen. Oder wie der Rufer aus dem Publikum meint: »Isch moag den Typen einfach«.

Man kann die Show nicht übelnehmen, die sich auch in der Playlist zeigt: eher ruhiger Einstieg mit »Weiße Knöchel«, der sich über »Das Mädchen von Kasse 2« und »Am 7. März« steigert bis »Und Jay-Z singt uns ein Lied«.

 

Der Mann weiß, was er tut und wie er sein Publikum kriegt: Bei »Vom Delta zur Quelle« lässt er den »traurigsten Hooliganchor« aka das Publikum singen. Er erzählt Geschichten von Kneipen, Eltern und Heimkommen – nichts, was sich nicht auch beim nächsten Konzert erzählen lässt. Aber noch einmal: »Isch moag den Typen einfach«. Er liebt, weil er lieben muss und er singt, weil er singen muss. Und dazu gehört die Bühne. Deswegen ist der Auftritt auch ein ganz anderer, als er mit Tomte möglich gewesen wäre. Tomte waren keine Show-Band, die Thees Uhlmann Band ist es. Und zwar im besten Frank-Sinatra-Sinne: Es kommt nicht nur auf die Musik an – auf die schon auch – aber gegen ein bisschen Overstatement und Glamour kann man schwer etwas haben. Vor allem bei so liebevoller Präsentation. Nach zwei Zugabenblöcken verabschieden sich Thees Uhlmann und Band dann mit einem freundlichen »Der beste Witz ist Connewitz – Kommt gut heim, ihr tollen Motherfucker«.    

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