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Stadtranderholung

Kapelle Petra

Ein Bandstyling aus Schlagermove und Bad-Taste-Party: popkulturelles Abseits=vorprogrammiert?
Geschrieben am
Mit einem Bandstyling zwischen Schlagermove und Bad-Taste-Party, einem CD-Layout aus der Kindergartenhölle und Pseudonymen wie "Opa" oder noch besser (oder schlimmer) "Ficken Schmidt" stellen sich die drei Herren der Kapelle Petra gleich mit solch einer Vehemenz ins popkulturelle Abseits, dass es eine Freude ist.

Schon seit über zehn Jahren werkeln sie in der unauffälligen Stadt Hamm am Rande des Ruhrgebiets an einem kleinteiligen Blödsinnskosmos, in dem auf coole Ästhetik und urbane Codes gepfiffen wird, im Ergebnis aber trotzdem ein im besten Sinne massentauglicher und höchst abwechslungsreicher Popentwurf dasteht. Mit einer lässigen Einheit von Humor, Herz und Hirn. Souverän arrangierte Albernheit und viel Gespür für funktionierende Refrains reichen sich nun auf dem dritten Album "Stadtranderholung" freundschaftlich die Hände und drücken bei Liedern wie "Curly Sue ist doch kein Name für ein Kind aus Oberhausen" oder "Uganda" immer fester zu.

Bandboss Opa ist dazu ein hervorragender Sänger mit melancholisch-erotischer Stimme und intelligenten, abseitigen Storytelling-Texten ohne jegliche Peinlichkeit oder Klamauk. Es sind fast dunkle Geschichten voller Sehnsucht, wo man sie am wenigsten erwartet hätte. Denn hinter der mit viel Liebe zum Detail überdrehten Inszenierung steht mal eine melancholische Punkband, dann wieder fast trauriger Schunkelpop mit absoluten Hitmelodien. So sitzen Kapelle Petra am Katzentisch zwischen allen Stühlen und sehen dabei durch die Gläser ihrer fingerdicken Gagbrillen eigentlich ziemlich gut aus.

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