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»Mortem & Makeup«

Sookee

Fast schon eine Konsens-Depression: Die Zeiten werden härter. Die Rapperin Sookee war vorher schon hart und bringt auf »Mortem & Makeup« wieder drängende Gegenwartsprobleme auf den Punkt.
Geschrieben am
Während deutsche Rapper – bis auf wenige Ausnahmen – gerne die metaphorische Länge ihrer Geschlechtsorgane zu wenig originellen Beats vergleichen, setzt Nora Hantzsch alias Sookee in ihrer Musik auf komplexere Berieselung zu Statement-Texten. Und da sich ihre ziemlich flinken Reime weiterhin vor allem den Themen Gendertheorie, Rassismus und Sexismus widmen, wird der gemeine Vorstadtgangster hier geistig wohl nicht immer hinterherkommen. Dementsprechend greift eine Verortung Sookees in der klassischen HipHop-Monokultur viel zu kurz, zumal sie sich in vielen Projekten abseits der Musik erfolgreich gegen Homophobie und Geschlechterdiskriminierung engagiert. »Ich wollte lieber MC sein, doch war immer wieder nur Frau. Es hat Jahre gebraucht, bis ich mir meiner bewusst war, bis ich ‘ne Base und Fame hatte, und dann kam die Verlustangst«, rappte sie in »Vorläufiger Abschiedsbrief« vom 2014er-Album »Lila Samt«. Auf »Mortem & Makeup« scheinen die Zweifel nun verflogen, die Texte sind direkt und greifen tief in die Subebenen von Faschismus, Sexismus und Haltlosigkeit. Die löbliche Ausnahme ist also keine Geschlechterfrage, sondern eine von Haltung, Style und Tiefgang. Und mit Grim104 und Charlotte Brandi hat sie obendrein auch noch zwei herausragende Features am Start.

Sookee

Mortem & Makeup (Deluxe Version)

Release: 17.03.2017

℗ 2017 Buback Tonträger

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