×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

Intro Die Woche

Jetzt für den Newsletter anmelden

*
*
*
. .
×

Top7: Von Eminem bis Arcade Fire

Songs gegen Donald Trump

Schon der Amtszeit von George W. Bush und seinem Irak-Feldzug verdankt die Popkultur einige wütende Songperlen. Trotzdem konnten sich weder Public Enemy beim Schreiben von »Son Of A Bush« noch Green Day bei der Aufnahme von »American Idiot« einen Typen wie Trump als Präsidenten vorstellen. Nun haben wir den Salat – aber immerhin gibt es wieder ein paar sehr gute, sehr wütende Songs. Hier eine kleine Auswahl.
Geschrieben am
01 YG & Nipsey Hussle »FDT«
Der aus Compton stammende Young Gangsta bzw. YG schlug mit seinem prophetischen Track von April 2016 vielleicht die größten Wellen – zeitweise ermittelte gar der Secret Service gegen ihn. Die pointierte und vor Trumps Wahl weitsichtige Wutrede konzentriert sich im Refrain auf das Wesentliche: »Fuck Donald Trump« heißt es dort acht Mal. Monate später remixten G-Eazy und Macklemore den Track und fügten neue Zeilen zu einem »FDT Pt. 2« hinzu.
02 Aimee Mann »Can’t You Tell«
Aimee Mann geht dahin, wo es wehtut: Für die Kampagne »30 Days, 30 Songs« versetzte sie sich in Trump und blickt brutal empathisch aus der Ich-Perspektive auf seine Kandidatur: »Though on the campaign trail the papers paint me like a clown / Still all I see are crowds who want to fit me for a crown«, singt sie und fragt im Refrain gar hoffnungsvoll: »Isn’t anybody going to stop me? I don’t want this job.« Leider wirkt es, als hätte Trump inzwischen Geschmack dran gefunden.
03 Eminem »BET Awards Freestyle«
Marshall Mathers war recht spät auf der Party, als er seinen für die BET Awards aufgenommenen Freestyle Donald Trump widmete. Andere Rapper haben das zwar schon besser gemacht, allerdings war Eminem der Erste, der damit seine Fans vergraulte: »Any fan of mine who’s a supporter of his, I’m drawing in the sand a line, you’re either for or against. And if you can’t decide who you like more and you’re split on who you should stand beside, I’ll do it for it for you with this. Fuck you.« Bam!
04 Fiona Apple »Tiny Hands«
Die New Yorker Songwriterin hat nicht wirklich einen Song geschrieben, sondern eher einen Slogan, der auf dem »Women’s March« am 21. März 2017 gesungen wurde: »We don’t want your tiny hands / Anywhere near our underpants.« Bei der Studioaufnahme folgt diese Zeile auf eine Einspielung der »grab’em by the pussy«-Entgleisung. Tatsächlich hörte man den »Tiny Hands«-Gesang auf vielen Märschen. Im Rückblick bitter: Auch Harvey Weinstein marschierte mit.
05 Joey Bada$$ »Land Of The Free«
Auch wenn der Rapstar nicht explizit Trump ins Visier nimmt, gibt er den Abgehängten in Trumps Amerika eine kraftvolle Stimme. »They disorganized my people, made us all loners«, analysiert er mit Blick auf die afroamerikanische Community und rappt: »In the land of the free, is for the free loaders.« Ein kluges Statement – und eines, das Eindruck hinterließ, denn Joey Bada$$ ist in den Staaten einer der größten Mainstream-Rapstars, der ein sehr junges weißes wie schwarzes Publikum erreicht.
06 Brujeria »Viva Presidente Trump«
Die Allstar-Grindcore-Instanz war in politischen Dingen schon immer äußerst angriffslustig. Als Trump in seinen Wahlkampfreden immer wieder betonte, die Mexikaner würden ihre »Vergewaltiger, ihre Drogen, ihren Abfall« über die Grenzen schicken, erklärten ihm Brujeria voller Vorfreude schon mal den Krieg. »Por que si lo empieza algo nosotros lo acabamos«, brüllen sie ihm entgegen – was ungefähr bedeutet: Wenn er etwas anfängt, bringen wir es zu Ende. Die Lynchgeräusche am Ende des Songs geben dann den Hinweis, wie das gemeint ist.
07 Arcade Fire feat. Marvis Staples »I Give You Power«
»I give you power, I can take it away«, singen Arcade Fire gemeinsam mit Soul-Sängerin Mavis Staples. Der Song erschien passend zur Amtseinführung Trumps aus dem Nichts und ist eher ein Mantra als ein klassisches Strophe-Refrain-Konstrukt. Die Band selbst wollte damit der von Trump betriebenen Spaltung entgegenwirken und ließ verlauten: »It’s never been more important that we stick together and take care of each other.« Geholfen hat’s bisher jedoch – wie all diese Lieder – noch nix ...

Folgt uns auf

  • folgen
    mehr
  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr