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»Ariel Pink ist ein Arschloch!«

Soko teilt aus

Die Liste derer, die Ariel Pink wahlweise für einen Großkotz und/oder ein Arschloch halten, ist lang. Auch Stéphanie Sokolinski alias Soko zählt zu ihnen. Und sie muss es wissen: Sie ist mit ihm befreundet, sang auf seinem Album und wollte ihn eigentlich für den Mix ihres neuen Werks »My Dreams Dictate My Reality« haben.
Geschrieben am
Für die kommende Ausgabe trafen wir Soko in Paris, um mit ihr über »My Dreams Dictate My Reality« zu sprechen. Aber wer die aufgedrehte, toughe Französin kennt, der weiß, dass Gespräche mit ihr schon mal in andere Richtungen driften. Unter anderem ließ sie ihrer Wut über Ariel Pink freien Lauf – was zunächst überrascht, da Pink und Soko schon oft zusammen arbeiteten. Zum Beispiel in ihrem Video zu »Monster Love«, auf dem Pink auch zu hören ist. Jener Song, der bereits im vergangenen Sommer erschien, ist auch auf Sokos neuem Album, ebenso wie »Lovetrap«, ein neues Duett der beiden. Auch an Ariel Pinks »Pom Pom« hat Soko mitgearbeitet: »Ich singe und schreie viel auf diesem Album«, sagte sie damals. In ersten Meldungen zur neue Soko-Platte las man zudem, Ariel Pink sei für den Mix zuständig gewesen, während Ross Robinson (The Cure, Korn, Sepultura, Klaxons) produzierte.

Deshalb waren wir etwas überrascht, als wir Soko auf die Beteiligung von Ariel Pink ansprachen und sie zu diesem Monolog ansetzte: »Ich habe kein gutes Wort über Ariel zu sagen. Er ist ein egoistisches Arschloch. Wir haben uns vor vier Jahren eine Weile gedated und er war einer meiner wichtigsten Bezugspersonen in den ersten Jahren, in denen ich in Los Angeles wohnte. Wir haben viele Konzerte zusammen gespielt. Ich bin auf seinem Album zu hören, er auf zwei meiner Songs. Ein Lied haben wir gar zusammen geschrieben, was eine wundervolle Erfahrung war. Der Ärger begann, als er ›My Dreams Dictate My Reality‹ abmischen wollte. Ich fand die Idee natürlich super, aber es hat nicht geklappt, weil der Arsch nie aufgetaucht ist. Erst hat er mich anderthalb Monate hingehalten, er habe so viele Deadlines, aber ich solle unbedingt auf ihn warten. Immer wieder sagte er: ›Ich werde mir die Zeit nehmen‹. Als ich dann meine Deadlines hatte, wurde er wütend, schrie mich an. ›Warum glaubt keiner, dass ich das packe? Niemand nimmt mich ernst!‹ Ich beruhigte ihn mit dem Ergebnis, dass er seinen Arsch noch immer nicht hochbekam. Immer wieder saß ich mit Kenny Gilmore aus seiner Band zusammen und wartete auf ihn. Ständig kam er mit einer neuen Ausrede, nur um dann wieder nicht aufzutauchen und zu sagen: ›Lass Kenny das machen, der ist ein Guter. Ich nicke es dann ab.‹ So ging es die ganze Zeit. Einmal rief Ross bei ihm an und fragte, ob er helfen könne. Ross Robinson ist so ziemlich der entspannteste Produzent, mit dem ich je gearbeitet habe. Er war sehr freundlich und wollte Ariel nur klar machen, dass mir die Sache wichtig sei und ihm Hilfe anbieten. Ariel ist ausgerastet, hat mir vorgeworfen, ich hätte Ross  ›auf ihn gehetzt‹. Er ist immer das Opfer. Fürchterlich. Ich nehme ihm das sehr übel. Es fühlt sich wie Verrat an, wie ein Dolch im Rücken.«
Am Ende übernahm Kenny Gilmore den kompletten Mix. Und Ariel Pink machte sich bei ihr noch ein wenig unbeliebter, als er sie bei den Dreharbeiten zum »Lovetrap«-Clip versetzte. Soko dazu: »Erst wollte er nicht, dass ich den Song auf meiner Platte habe und dann versaute er mir auch noch den Dreh dazu. Wir hatten das Drehbuch zusammengeschrieben, ich hatte den Termin nach seinen Wünschen gelegt, habe eine professionelle Crew rangeschafft, gutes Essen besorgt, teure Kameras mit meiner privaten Kohle gemietet. Er kam zwei Stunden zu spät, stürmte wutschnaubend über das Set, kotzte sich darüber aus, dass er nicht in Musikvideos mitspielen wolle, dass er kein professioneller Schauspieler sei, dass er es hasse vor der Kamera zu stehen. Dann ist er wieder abgerauscht, ich hatte einen Haufen Geld in den Sand gesetzt und musste das Team wieder nach Hause schicken. Und wofür? Für ein verwöhntes, dummes, egoistisches Arschloch.«

Nachdem sich Soko wieder beruhigte und noch mal klarstellte: »Schreib das ruhig genauso!«, fand sie aber doch noch versöhnliche Worte. Nach einem Geräusch zwischen Seufzen und Wutschnauben sagte sie: »Ich liebe Ariel. Ich kann nur einfach nicht mit ihm arbeiten. Ich liebe seine Musik. Ich liebe seine Alben. Er ist ein sehr guter Freund.«

Sokos »My Dreams Dictate My Reality«, das wie eine Kreuzung aus Riot Grrrl-Sound und The Cure-Gitarren klingt, erscheint bei uns am 27. Februar. Mehr über Soko erfahrt ihr in Intro #230, das kommende Woche die Auslagestellen erreicht.

Soko

My Dreams Dictate My Reality

Release: 27.02.2015

℗ 2015 Babycat Records Under Exclusive Licence to Because Music

Ariel Pink

Pom Pom

Release: 14.11.2014

℗ 2014 4AD

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