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Offen nach allen Enden

So war das Open Source Festival 2017

Ein abwechslungsreiches und hochklassiges Programm, eine entspannte Atmosphäre und perfekte Rahmenbedingungen – das Open Source Festival in Düsseldorf hat sich in diesem Jahr von einem hohen Niveau ausgehend abermals verbessert.
Geschrieben am
08.07.2017, Düsseldorf, Galopprennbahn  

Zugegeben: Wer sein Festival lieber mit Camping-Exzessen und körperlichen Extremsituationen mag, ist beim Open Source Festival falsch. Wer es aber schätzt, nach zwölf Stunden Open-Air-Programm ins eigene Bett fallen zu können und trotzdem alles erlebt zu haben, ist hier, auf der Galopprennbahn in Düsseldorf, hingegen richtig. Denn die Organisatoren des Open Source haben dem oft auffindbaren Gigantismus der Branche immer widerstanden, und das mit einer derart einleuchtenden Linie, dass man sich wundert, dass sie nicht schon öfter kopiert wurde.

Man nehme als Beispiel nur das Konzertprogramm: Jeder der gut 20 auftretenden Acts widmet sich einem anderen Sound, größer könnte die stilistische Vielfalt nicht sein, und trotzdem (oder gerade deshalb) gibt es keinen Grund, auch nur einen der Programmpunkte als unnötig abzutun. Die (dadurch zwangsläufig persönlichen) Höhepunkte kommen in diesem Jahr von der zweitgrößten, von dem Aachener Künstler-Star Tim Berresheim mit viel Hingabe gestalteten Carhartt WIP Stage: Die schon seit einigen Jahren immer wieder in Europa in Erscheinung tretende Kenianerin Ogoya Nengo entfaltet hier mit ihrer Dodo Woman’s Group das ganze hektisch groovende Potenzial ihrer regionalen Folklore, und Mount Kimbie zeigen mit Band, wie treibend und gleichzeitig substanziell die Synthies auf ihrem im September erscheinenden neuen Album »Love What Survives« klingen – ohne dabei alte Hits oder die richtige Dramaturgie zu vernachlässigen.
Bild: Iris Edinger
Gleichzeitig haben die Organisatoren neben all der internationalen Ambition nicht die Förderung und Darstellung der eigenen Szene vergessen: BAR und die Antilopen Gang sind nur die zwei Prominentesten unter vielen Acts aus der eigenen Region, letztere liefern erwartungsgemäß den meist umjubelten Auftritt des Tages ab. Damit verknüpft ist auch das umfangreiche Kunst- und Rahmenprogramm des Festivals: Die seit einigen Jahren bestehende Kooperation mit der Kölner Kunsthochschule für Medien könnte in Zukunft vielleicht noch etwas zentraler in der Festival eingebunden werden, so wie es bei den Open Squares längst geschehen ist: Das Areal ist ein Marktplatz für viele Kreativinitiativen Nordrhein-Westfalens und wäre mit all den hier dargestellten Ideen allein schon die Reise wert.  

Hochklassig und hervorzuheben ist auch der organisatorische Rahmen des Open Source: Sowohl die An- und Abreise als auch die Geländegestaltung und die sanitären Bedingungen sind bei einem urbanen Festival dieser Größenordnung kaum besser zu regeln. Der Lohn für all die Mühen: Mit 7.000 durchweg sehr angenehmen und entspannten Gästen stellt das Festival in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord auf – und nahezu alle dürften wiederkommen wollen.

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