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Die alte, große Liebe

Shout Out Louds live in Köln

Bei ihrem Konzert in der Live Music Hall in Köln erinnern die Shout Out Louds noch mal daran, wieso wir uns vor fast 15 Jahren in sie verliebt haben. 
Geschrieben am
12.10.2017, Köln, Live Music Hall

Adam Olenius hat vergessen, sich zu einzusingen. Die Shout Out Louds beginnen ihr Konzert mit »Paola«, der aktuellen Single vom neuen Album »Ease My Mind« und er trifft ein paar Töne nicht. Auch der Rest der Band wirkt, als sei sie noch nicht so recht warm. Vielleicht sind sie unsicher, denn sehr voll ist es in der Live Music Hall nicht. Auch das Publikum freut sich zwar über das Wiedersehen, einen Funken spürt man aber noch nicht. Die alten Songs müssen her, es nützt ja nichts. Mit »Fall Hard« ist es dann auch sofort wieder da, das Glitzern in den Augen der Fans. Keine schiefen Töne mehr, keine verpassten Einsätze, dafür vertraute Melodien und Refrains, die alle hier auswendig können. Es wird auch ein bisschen getanzt, Platz genug ist ja. 

Wenn Adam Olenius sagt, dass er froh sei, wieder hier zu sein, glaubt man ihm sogar, so wie er lächelt. Auch Bebban Stenborg nickt und schaut verhalten freundlich drein hinter ihrem Instrumente-Türmchen. Olenius singt: »Let’s sail away tot he beaches of Normandie« und man möchte bestimmt nicken und natürlich mitsegeln. Klar, lass uns los. Sein »If you still believe I’m thinking of you, you’re dreaming« (»You Are Dreaming«) bricht einem noch mal das Herz, das dann von »Very Loud« schnell wieder geheilt wird. Spätestens bei »Tonight I Have To Leave It« sind alle hier wieder Teenager.

Sie können es noch, wirklich! Später kommt Bebban vor, um den titelgebenden Song des neuen Albums zu singen »Ease My Mind«. Ein schlichtes Stück, das von dem mit Olenius zweistimmig gesungenen Refrain lebt. Der Applaus danach ist tosend. Man bekommt eh das Gefühl, als wollten die, die gekommen sind, extra laut klatschen, damit die Shout Out Louds bloß nicht daran zweifeln, dass wir sie vermisst haben. Adam versucht mehrfach, das Publikum dazu zu bewegen, Refrains allein zu singen. Das klappt je nach Alter des betroffenen Songs gut oder eher geht so. Die Show ist auf mehr Leute ausgelegt, aber dass es nicht so eng ist, hat am Ende auch Vorteile. Als sich eine junge Frau im Publikum einen Song wünscht, entschuldigt sich Bebban höflich: »I will sing it to you at the merch later tonight«. 

Gegen Ende packen die Shout Out Louds dann ihren Überhit aus. »Please Please Please«, die fröhlich-herzzerreißende Hymne auf den Liebeskummer, der Song, der sie groß machte. Jeder hier im Raum scheint eine Erinnerung damit zu verbinden, alle tanzen und schütteln Zeigefinger in der Luft. Doch, die Liebe ist noch da. Wir mussten nur noch mal sachte daran erinnert werden. Bebban fragt, ob wir uns im Sommer bei den Festivals wiedersehen »It’s been four years, that was way too long«. Stimmt.

Shout Out Louds

Ease My Mind

Release: 22.09.2017

℗ 2017 Sony Music Entertainment Sweden AB

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