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»Kashmir Karma«

Selig

So wie ihr siebtes Album sollte die Band Selig ursprünglich einmal heißen. Es hätte bestens gepasst. 
Geschrieben am
Als Selig Mitte der 1990er aus dem Stand zum Zenit durchstarteten, sprachen sie gleichzeitig verschiedenste Zielgruppen an. Die Grunge-Generation trug das Flanellhemd auch bei ihren Konzerten; erfreut, dass es einen für sie ansprechenden Sound nun auch deutschsprachig gab. Doch auch Mucker gehören bis heute zu den Fans der handwerklich perfekten Formation, meist Männer, die Rage Against The Machine und Lenny Kravitz gleichermaßen mögen, da sie alles goutieren, solange es nur groovt. Der wahre Charakter von Selig lag und liegt allerdings darin, dass Jan Plewka und Co. aus tiefster Seele späte Hippies sind. Spirituell angehauchte Gefühlsmenschen mit musikalischer Hochbegabung.

Kaum ein Album zeigt dies besser als »Kashmir Karma«, und das nicht bloß wegen der Lyrik. Musikalisch ist es Seligs härteste und kernigste Platte, perfekt passend zu einer Zeit, in der das Vinyl wieder zum Medium der Wahl geworden ist. Der Gitarrensound erinnert mehr als einmal an Kyuss und andere Größen des Wüstenrock zu seiner Hochzeit vor 20 Jahren. Der Riff von »Nimm mich so wie du bist« kann nur jemandem einfallen, in dessen Leben Nirvana eine tragende Rolle eingenommen haben. Ferner spielt der Vibe von 1970er-Psychedelic eine verqualmte Rolle, ein wenig Hendrix ebenfalls und dreckiger, verkaterter Blues. Eine befreit gespielte, wundervolle Alternative zum sich Poprock nennenden Schlager, der derzeit die deutschsprachige Chartswelt dominiert. 

Selig

Kashmir Karma

Release: 03.11.2017

℗ 2017 Sony Music Entertainment Germany GmbH

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