×
×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

Intro Die Woche

Jetzt für den Newsletter anmelden

*
*
*
. .
×

Tricky

Plattenhören mit ...

Im Intro-Zelt beim Melt! 2013 gibt es täglich Live-Programm. Bis es am 18.7. mit der Pre-Party losgeht, stellen wir euch die Acts vor. Heute: Tricky.
Geschrieben am

Tricky »Does It«
Das hier wirst du kennen. Es ist deine Single. Ein ziemlich dunkles Stück, das vermutlich kaum ein Radiosender spielen wird.

Genau so ist es! Das finde ich so großartig an meiner Vertriebs-Zusammenarbeit mit !K7. Ich wollte zu dem Song nur ein Video machen, aber sie meinten, wir sollten es als Single veröffentlichen. So denkt kein Major-Label. Dieser Song ist mein »Fuck you« in deren Richtung. Ich hab keinen Bock mehr auf Kompromisse.

Hefner »The Day That Thatcher Dies«

Großartig! Ich wünschte, das hätte ich geschrieben!
»... we will laugh the day that Thatcher dies, even though we know it’s not right.« Das trifft die Sache ganz gut, finde ich.
Stimmt. Ich finde es pervers, wie viel Geld für ihre Beerdigung ausgegeben wurde. Das hat mich schon bei Lady Diana aufgeregt. Was soll der Scheiß? Thatcher und die Monarchie sind für mich ein und dasselbe Problem. Wenn einer von denen stirbt, springt die PR-Maschine an und will uns erzählen, dass sie Gutes getan haben. Das war schon immer so. Nimm Queen Victoria. Glaubt man den Geschichtsbüchern, war sie die beliebteste Königin der britischen Geschichte. Keiner erwähnt, dass sie Attentate in Auftrag gegeben hat, dass Kinder wie Sklaven für sie arbeiten mussten. Thatchers Tod bedeutet mir nichts. Er hilft keinem mehr. Es mag grausam klingen, aber ich wünsche mir wirklich, Thatcher hätte mehr gelitten. Ich wünschte, man hätte ihr in den letzten Monaten ihres Sterbens immer und immer wieder gezeigt, was sie angerichtet hat. Das wäre fair gewesen.

The Antlers »Two«
Erinnert mich an T.Rex. Ich liebe die Antlers. Peter Silberman hat eine fantastische Stimme. Er singt auf meinem Album im Song »Paranthesis«. Am meisten beeindruckt mich an ihnen, dass sie keine Popstars sind. Obwohl sie es sein könnten. Die Songs haben sie. Aber sie sind Herzbluttäter, geerdet, nett, frei von jedem Rockstargehabe.

James Blake feat. RZA »Take A Fall For Me«
RZA ist eine Legende, James Blake ein talentierter Bursche. Blake hat ein paar sehr gute Songs. Ich verstehe nur nicht, warum alle sagen, das, was er mache, sei neu. Das meine ich gar nicht respektlos. Ich verstehe es nur eben nicht. Er macht das, was viele machen. Und er macht das ziemlich gut.

Daft Punk »One More Time«
Ich kenne sie nicht sehr gut. Ihre Musik macht mir Spaß. Aber das ist nicht my cup of tea. Betrunken im Club kann ich mir das anhören, zu Hause brauch ich das nicht.

Jake Bugg »Seen It All«
Woher kommt er?
Nottingham. Kennst du ihn?
Bisher nicht. Wie alt ist er?
Gerade 19 geworden.
Musikalisch ist das nicht meine Richtung. Aber ich liebe gute Lyrics. Und das hier ist genial. Allein die erste Zeile trifft es. Es ist vielleicht ein wenig zu viel Dylan drin, aber verdammt: Ich bin 45, er ist 19. Wenn ich so alt wäre, könnte ich mich damit 100 Prozent identifizieren. Bugg schreibt jetzt schon bessere Texte, als ich sie jemals schreiben könnte. Allein der Refrain ist besser als alles, was ich je geschrieben habe. Jetzt stell dir vor, was da noch kommen mag, wenn er noch mehr zu erzählen hat. Wenn du ihn noch mal triffst, sag ihm das bitte genau so!

Wenn du einen Song schreiben würdest, der »Seen It All« heißt: Was würde drin vorkommen?
Ehrlich gesagt: Mein »Seen It All« dürfte ich gar nicht erzählen. Ich dürfte auch kein Buch über mein Leben schreiben. Das wäre zu riskant.

Massive Attack »Eurochild«
Ich habe das noch nie gehört.
Es ist auf »Protection« – da warst du doch auch noch als Gast dabei.
Trotzdem. Das klingt dated. Sehr langweilig. Angestaubt. Dröge. Mach das bitte aus: Da wird mir schlecht von.

Nneka »The Uncomfortable Truth«
Sie ist fantastisch. Sie ist auch auf meinem Album. Eine außergewöhnliche Person. Sie ist stärker als andere. Sie macht keine Kompromisse. Sie weiß, wer sie ist und was sie will. Sie hat die Stimme und den Charme, um einer von diesen Soulpop-Stars zu werden. Aber sie macht es sich nicht so leicht und trällert nur über Lust und Liebe. Sie ist eine Rebellin, sie ist politisch, und sie verkauft nicht bloß Sex. Diese jungen, erfolgreichen Soul-Dinger wirken manchmal, als würde es ihnen schon Schwierigkeiten bereiten, die Klamotten an sich zu halten. Wenn ich eine kleine Tochter hätte, würde ich nicht wollen, dass sie sich so was anhört. Ich würde mir wünschen, dass meine Tochter eine starke unabhängige Frau wird. So wie Nneka. Wir brauchen mehr Frauen wie sie.

 

Folgt uns auf

  • folgen
    mehr
  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr