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So war’s in Leipzig: Und sie tanzen doch.

Planningtorock live

Planningtorock springt und fegt und alle anderen staunen, tanzen, staunen, tanzen.
Geschrieben am

25.02.2014, Leipzig, UT Connewitz

 

Nie hätte man gedacht, dass die Leute hier heute so tanzen. Das ist ein Konzert - zwar von Planningtorock, aber immer noch ein Konzert. Da steht man normal mit Blick zur Bühne, Kopf nickt und nach jedem Lied wird im 4/4-Takt geklatscht. Da das UT Connewitz mit ca. 300 Leuten aber nur zu 3/4 gefüllt ist, ist der Tanzradius großzügig bemessen. Angemessen für die up-beatigen Samples von Planningtorock. Trotzdem entgleitet der Abend nicht zum reinen DJane- Set, sondern oszilliert zwischen Auflegen und Konzert. Denn gleich vom ersten Lied »Public Love« an werden die Füße von den Augen ausgebremst. Die Visuals, die Planningtorock an die Bühnenwand wirft, und das Outfit aus pinkfarbener Ballonseide erlauben einfach keine Einmischung anderer Körperteile als der Augen. So kommt es, dass 300 Leute dann doch wie hypnotisiert sich frontal auf die Bühne ausrichten und zuschauen, wie Janine Rostron über selbige springt und fegt.

Erst bei den Dancefloor erprobten »Mysogony Drop Dead« und »The Breaks« tanzen auch die Leute vor der Bühne – natürlich noch mit Blick brav gerade aus. Es ist wie ein kleiner Kampf zwischen gebannt starren und den Beats nachgeben. Irgendwie gewinnen am Ende aber beide. Wie perfekt die Show ist, zeigt sich aber auch bei »All Love’s Legal«: Die Bewegungen Janine Rostrons sind genau auf die Videos abgestimmt,  der Handschlag genau im Rhythmus der Bildübergänge. Das Beste an diesem Abend sind aber die Momente, in denen Perfektion und Show bröckeln: Als Planningtorock mit ihrer unterstützenden Produzentin Roxy More scherzt. Oder als sie vor der Ankündigung zu »Let’s Talk About Gender Baby« feststellt, dass dieses nächste Lied schwer wird, weil sie da so hoch singen müsse. Da ist sie plötzlich keine Kunstfigur mehr, sondern eine Sängerin, ein Mensch. Nach »Let’s Talk About Gender Baby« lässt sie sich noch zu einer Zugabe überreden. Dann entschwindet sie.

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