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Feedom, Mit - Köln, Gebäude 9, 29.04.05

Pimp my Alkoholspiegel

Unter dem Motto ‚Co-op meets Magnifique' wird zu einer Mischung aus Konzert und Party ins Gebäude geladen. Hauptakteure: die kanadische Wahl-Berliner-Supergroup Feedom, bestehend aus Peaches, Taylor Savvy und Gonzales und der Londoner Bowie-, George-Michael- und neuerdings auch Sugababes-Produzent
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Unter dem Motto ‚Co-op meets Magnifique' wird zu einer Mischung aus Konzert und Party ins Gebäude geladen. Hauptakteure: die kanadische Wahl-Berliner-Supergroup Feedom, bestehend aus Peaches, Taylor Savvy und Gonzales und der Londoner Bowie-, George-Michael- und neuerdings auch Sugababes-Produzent Adamski. Die Kombination überzeugt, weshalb sich zur anberaumten Uhrzeit eine nicht zu verachtende Schlange vor dem Gebäude einfindet. Aber bei derart namhaften Party-Garanten ist das ja zu erwarten. Zunächst jedoch Mit. Eine Kölner Youngster Formation, die mit Moog-Synthie, Bass, Schlagzeug und deutschen Texten dem Punk huldigen. Sänger Edi macht mit Wuschelkopf und Nerd-Brille eine gute Figur doch soundtechnisch hapert es. Der Synthie-Sound ist nervtötend laut und vom Gesang sind auch nur Wortfetzen zu verstehen. Um Immanuel Kant und darum, dass man sich keine Atempause gönnt, geht es da. Hart im Ansatz, trashig und laut, nur vermisst man eine wenig die Methode, aber das kann ja noch kommen.

Als Gonzales, Taylor Savvy und Peaches gegen 1.20 Uhr die Bühne betreten, wird im Publikum bereits gejohlt. Peaches schnallt sich mit 1a-Metal-Mimik und Stadien-Rock-Musiker-Handtuch auf der Schulter den Bass um und feuert das erste Riff ins Publikum. Gonzales, in Unterhemd und auch mit Handtuch, nimmt hinter dem Schlagzeug Platz und Taylor Savvy setzt sich hinter die Lapsteelgitarre. Feedom funktionieren folgendermaßen: ein prägnantes Riff pro Song, wahlweise aus einer frühen AC/DC-Ära oder von 80s Metal-Ikonen wie Twisted Sister, das unisono von Bass und verzerrter Lapsteelgitarre bis zum Äußersten wiederholt wird. Unterbrochen wird das Ganze nur durch minimale Breaks. Eine ziemlich wuchtige Sound-Wand, die da erzeugt wird. Die Umsetzung reduzierter Elektro-Tunes mit Heavy-Instrumentierung hat durchaus ihre Berechtigung, doch hinterlassen Feedom auf Dauer eher ein getrübtes Bild. Taylor Savvy hat durchgehend Probleme mit seinem Instrument, wofür nun keiner was kann, nur veranlasst das Feedom dazu, nach drei Stücken von der Bühne zu verschwinden. Das Publikum wird erstmal im Regen stehen gelassen. Keiner weiß, zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht mal der Veranstalter, ob es überhaupt weitergeht. Waren die 17 Euro Eintritt für Adamski? Spielen Feedom nach langer Warterei immer nur 15 Minuten? Die Ersten verlassen verständlicherweise entnervt das Gebäude.

Nach einigem Hin und Her kommen sie dann doch zurück. Doch das eigentliche Manko von Feedom sind weniger die technischen Probleme, als viel mehr die mangelnde Versiertheit der Musiker, vor allem im Zusammenspiel. Die Riffs gehen ins Ohr, der erste Effekt ist demnach da, doch verliert das Ganze wegen schlecht improvisierten Breaks und der absoluten Redundanz schnell seinen Reiz. Feedom jammen auf niedrigem Niveau, könnte man meinen, und die Rock-Attitüde entschuldigt nicht alles. Einem Teil der Dagebliebenen gefällt es anscheinend dennoch und man schleudert in den ersten Reihen Kopf und Bein zu jedem neu angestoßenen Rockriff. Nur für Adamski reichen dann leider die Kräfte nicht mehr. Vielleicht hätte man die lange Vorlaufzeit an der Theke verbringen sollen, dann hätte man dem Ganzen wahrscheinlich mehr Enthusiasmus entgegenbringen können.

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