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Neu auf Vinyl

Neue Rillen mit Misty Coast, Sudan Archives und mehr

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, doch noch immer warten lohnende Entdeckungen auf Vinyl. In der aktuellen Kolumne stellt Bastian Küllenberg neue Platten von Misty Coast, Sudan Archives, The Lumes und anderen vor.
Geschrieben am
Misty Coast »dto.« (Club AC30)
Linn Frøkedal und Richard Myklebust machen schon seit einigen Jahren wundervoll wuchtigen Shoegaze-Noise mit The Megaphonic Thrift. Nun veröffentlicht das Duo aus Bergen in Norwegen das Debütalbum ihres Nebenprojekts Misty Coast und erobert damit sicher nicht nur die Herzen alter Fans im Sturm. Die hübsch blau gesprenkelte Schallplatte hält harmonischen Psychedelic Pop mit ausladenden Gitarren-Flächen bereit. Dieses Album gehört zu jenen Platten, die man aufgrund ausbleibender Promokampagne leicht übersehen kann. Was für eine Schande das wäre! 
Bench Press »dto.« (Subway Records)
Bench Press teilen sich den Namen mit einer Hardcore-Band aus Pennsylvania, allerdings geht es bei dem Quartett aus Melbourne weniger brachial zugange. Post Punk im Geiste der frühen Achtziger Jahre ist die bevorzugte Spielart der Australier. The Fall, Wire und andere kantige Gesellen granteln in der Plattensammlung dieser erst 2016 gegründeten Band. Wer nach einer weniger aufwühlenden Alternative zu Protomartyr sucht oder die Sleaford Mods-Doku bereits zu oft gesehen hat, ist hier genau richtig! Das Album erscheint zusätzlich zur schwarzen Standardausführung auch in einer limitierten zweifarbigen Version.
The Lumes »Envy« (Crazysane Records)
Crazysane Records wurde in dieser Kolumne bereits mehrfach erwähnt. Aktuell bietet das Berliner Label die letzten Restexemplare der auf 300 Stück limitierten neuen EP von The Lumes an. 100 Platten der handnummerierten Auflage sind in fröhlichem Mintgrün erschienen, hier heißt es schnell sein, wenn man noch eine Scheibe bekommen möchte. Musikalisch entführt die Band aus Rotterdam in einen kargen Kellerraum, an dessen Wänden Ketten hängen, während der Betonboden mit Kippenstummeln übersät ist. Kratzig und schroff klingt dieser Noise Rock und erinnert stellenweise an Jesus And Mary Chain, A Place To Bury Strangers oder Crystal Stilts. Nur der Gesang hätte insgesamt etwas mehr Kraft nötig, um mit den instrumentalen Brechern mitzuhalten.
Alex Puduu feat. Lonnie Jordan »Runaway Boys« (Al Dente)
Alex Puduu kennt man vor allem für seine hübsche Retro-Soundtrack-Reihe »The Golden Age Of Danish Pornography«. Der gebürtige Römer lebt seit rund dreißig Jahren in Kopenhagen und zählt zu den kreativsten Funk-Fans Europas. Für seine neue Single hat der Multiinstrumentalist einen ganz besonderen Gast gewinnen können: Leroy »Lonnie« Jordan ist Gründungsmitglied der legendären Funk-Rock Combo War. »Runaway Boys« verweist dementsprechend mit einem zurückgelehnten Groove in Richtung frühe Siebziger, fast wie ein unentdeckter Blaxploitation-Soundtrack. Die 7“ erscheint DJ-tauglich in einer schmucklosen Papierhülle und dürfte auf so mancher Soul-Party zum Einsatz kommen.
Sudan Archives «dto.« (Stones Throw)
Dass sich auch gegen Ende eines Veröffentlichungsjahres noch Entdeckungen machen lassen, zeigt Brittney Denise Parks alias Sudan Archives. Auf ihrer selbstbetitelten EP zeigt sich die Multiinstrumentalistin, Sängerin und Produzentin aus Los Angeles als gelehrige Schülerin des kosmischen Jazz und Afro Futurismus. Diese Einflüsse verbinden sich mit arabischen Elementen zu einem selten gehörten Stilmix. Unter den sechs kurzen Stücken der EP sticht »Come Me Way« mit seinen mitreißenden Geigen heraus. Diesen Hit muss man 2018 noch häufig hören! Wer sich für Ibeyi, THEEsatisfaction oder FKA Twigs begeistert, sollte Sudan Archives nicht vernachlässigen.
Juan Rios/Smoke Trees »KO-OP 1« (Melting Pot Music)
KO-OP versteht sich als Community für Beatbastler und Connaisseure. Neben einigen kuratierten Playlists erscheint nun mit »KO-OP1« die erste Vinyl-Veröffentlichung der Reihe als 500er Auflage bei Melting Pot Music. Mit Smoke Trees und Juan Rios dürfen zwei Newcomer der Szene ihre Stile vorstellen. Während der aus Sevilla stammende Rios seiner südlichen Heimat entsprechend viel Sonnenschein in die mitunter an Chillwave erinnernden Produktionen steckt, setzt der Stuttgarter klassisch auf Knistern und Jazz-Samples. Besondere Beachtung verdient das hübsche Artwork von Rahel Süsskind, die direkt zwei Cover illustrierte. 

Noch mehr Vinyl gibt's hier.

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