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Neu auf Vinyl

Neue Rillen mit Frittenbude, Mulatu Astatke, Husten und mehr

Einige halbwegs aktuelle Schallplatten, frisch für euch vorgestellt. Diese Mal unter anderem mit schrammelndem Akustikpunk, polterndem Husten aus Hamburg und dem Erfinder des Ethiojazz.
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Bild: Natasha auf'm Kamp
Husten »Husten« (Kapitän Platte)
Vor ein paar Monaten veröffentlichte Gisbert zu Knyphausen eine Single zu »Das Licht dieser Welt«, aus dem Soundtrack zu »Timm Thaler«, jetzt folgt ein weiteres Lebenszeichen des Songwriters. Ursprünglich angeschoben durch Tino Hanekamps Roman »Sowas von da«, beziehungsweise eine geplante, aber bisher nicht realisierte Verfilmung dessen, entstand zusammen mit Produzent Moses Schneider (u.a. Beatsteaks, Tocotronic) und Tobias Friedrich alias Der dünne Mann die Band Husten. Lieder, die »Bis einer heult« und »Wir brennen« heißen, untermauern, dass es diesem Projekt vor allem um eins geht: um die Gegenwart. Fünf polternde, rumpelige Stücke frei von der Leber weg, ohne zu viele Hintergedanken, aber mit einigen cleveren Passagen. Macht Laune und sieht dank Print auf der B-Seite auch noch schick aus!
Bild: Natasha auf'm Kamp
Mulatu Astatke »Mulatu Of Ethiopia« (Strut Records)
Der Erfinder des Ethiojazz steht seit einigen Jahren so hoch im Kurs, wie vermutlich selten zuvor. Dem Afro Beat-Hype und »Broken Flowers« sei dafür gedankt, dass Mulatu Astatke ein Name ist, den nicht nur Jazz-Enthusiasten kennen. Im Werk des Musikers verbinden sich westlicher Jazz, Soul und Funk mit dem Sound Äthiopiens, dessen Besonderheiten sich vor allem durch vier fünftönige Tonleitern ergeben. »Mulatu Of Ethiopia« stammt von 1972 und gilt völlig zurecht als eines der wegweisenden, stilbildenden Alben des afrikanischen Kontinents. Im Original erwartungsgemäß nahezu unbezahlbar, ist die Re-Issue auf Strut eine offizielle Wiederveröffentlichung in gewohnt guter Klangqualität. Neben der einfachen LP gibt es das Album auch als mittlerweile vergriffene dreifach LP inklusive Stereo- und Mono-Mix.
Bild: Natasha auf'm Kamp
Schreng Schreng & La La »Berlusconi« (Disentertainment)
Sechs Jahre nach der Erstveröffentlichung erlebt das Debüt-Album des Liedermacher-Duos seine Premiere auf Vinyl. Schreng Schreng & La La haben sich in den letzten Jahren mit charmanten Auftritten beim Burg Herzberg, dem Angry Pop Fest oder zuletzt dem Orange Blossom Special eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt, und das nicht nur, da hier Love A-Sänger Jörkk Mechenbier seine schlaue Wut in die Welt bellt. Spätestens mit dem famosen zweiten Album »Echtholzstandby« sind die Akustikpunker in der öffentlichen Szene-Wahrnehmung mehr, als nur ein Nebenprojekt. Wer die Anfänge verpasst hat, bekommt mit »Berlusconi« einige der großen, viel gespielten Hits (»Die Bourgeoisie«, »Zahnbürste«, »Oberbilk«), alle alten Fans freuen sich, dass es das Album endlich auf farbigem Vinyl gibt.
Bild: Natasha auf'm Kamp
Frittenbude »Plörre« (Audiolith)
Auch diese Platte ist keine wirkliche Neuerscheinung, war allerdings zunächst nur auf CD als Beilage eines Albums zu haben und konnte später auf Vinyl exklusiv im Audiolith-Shop bestellt werden. Jetzt gibt es »Plörre« also auch endlich im ganz normalen Plattenladen. Es versammeln sich hier insgesamt 11 Remixes, die Frittenbude im Laufe der letzten Jahre für befreundete Bands wie Egontronic, Supershirt oder ClickClickDecker angefertigt haben. Viel Hamburg, viel Rave! Und wer hätte gedacht, dass ausgerechnet in Kettcars »Graceland« ein Brett für den Tanzboden schlummert? 
Bild: Natasha auf'm Kamp
The Neatbeats »More Beat Side Hits« (Soundflat Records)
Seit 1997 sind die Japaner aktiv und nach eigener Aussage schlichtweg »an exciting beat group«. Das möchte man so stehen lassen, hört man, mit welcher polternden Energie The Neatbeats auf »More Beat Side Hits« zur Sache geht. Zu hören sind Coverversionen von Songs aus den frühen bis mittleren Sechzigern, die hier so schrammelig und direkt klingen, wie man es sich in den Kellerclubs in Tokio in jenen Dekaden vorstellt. Very british und sehr japanisch, auch wenn mit »Come On And Sing« auch die deutschen Rattles gecovert werden. Es mag keine besondere Innovation sein, was hier beim Kölner Label und Mailorder Soundflat erscheint, und einige der Stücke wurden bereits veröffentlicht, für Genrefreunde ist dieses Album jedoch absolut empfehlenswert. 

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