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Neu auf Vinyl

Neue Rillen mit Donots, Adam Angst, Twit One und anderen

So reichhaltig bestückt war die Vinyl-Kolumne noch nie! Macht Platz im Plattenschrank für neue Scheiben von Donots und Adam Angst, Twit One, Michael Jackson und vielen anderen.
Geschrieben am
Donots / Adam Angst »Split« (Solitary Man / Grand Hotel van Cleef)
Zwei Bands arbeiten an neuen Alben und haben Lieder fertig, die sich irgendwie so aktuell anfühlen, dass ihre Veröffentlichung keinen Aufschub duldet. Wenn sich dann diese Bands zufällig beim Bier begegnen und Labels hinter sich wissen, die für spontane Ideen zu haben sind, kommt am Ende im besten Fall so etwas Schönes heraus wie diese 12“ Split-Single von Adam Angst und den Donots. Letztere liefern treibenden Melodycore mit »Keiner kommt hier lebend raus«, während Adam Angst ihre Wut in »Wir werden alle sterben« etwas theatralischer inszenieren. Beide Stücke finden sich auf der A-Seite der auf 500 Exemplare limitierten Platte, während die Rückseite ein hübscher Siebdruck-Grafikprint ziert. 
City Light Thief »Death Trip« (Midsummer Records)
City Light Thief gehören seit ein paar Jahren zu den spannenderen jungen Bands, die das alternative Rockspektrum in NRW zu bieten hat. Mit der neuen Single geben sie einen guten Einstieg in ihren Kosmos. Die titelgebende A-Seite »Death Trip« ist ein wuchtiger Emo-Brecher mit hymnischem Gesang und der richtigen Dosis Geschrei. »Trickster« auf der B-Seite dagegen gibt sich einem vertracktem Rhythmus hin und kann am besten als Math Rock beschrieben werden. Jeweils 250 Stück der 7“ erscheinen auf transparentem respektive goldenem Vinyl. Ein schönes Sammlerstück für Fans!
Twit One »Hay Luv« (Melting Pot Music)
Vor zwei Jahren machten Freunde des instrumentalen HipHop es sich auf diesem samtigen Teppich namens »The Sit-In« gemütlich. Mit seinem neuen Album »Hay Luv« knüpft der Kölner Produzent unmittelbar an diese angenehm zurückgelehnte Stimmung an. Cool Bap nennen Twit One und sein Label Melting Pot den Sound, und damit liegen sie richtig. Tracks wie »Arme Ritter« oder »Ymagyne« versetzen mit schwebenden Jazz-Samples direkt in Sofamodus. Sehr stimmungsvoll gelingt auch die Blues-Anleihe »Chayn Gang« und der fabelhaft betitelte, psychedelische Groove »Lecko Mio«. 
Fever Dream »Squid« (Club AC30)
»Squid Ink« heißt die Farbgebung dieser auf 300 Exemplare limitierten Platte. Wie passend, verweist doch auch der Titel des zweiten Albums von Fever Dream auf den Tintenfisch und seinen Körpersaft. Das Trio aus London taucht darauf durch wogende Wellen aus Gitarren und Feedback, spielt mächtigen Psych Rock mit melodischen Shoegazer-Momenten. So entstehen verwaschene Hits wie das ausgezeichnete »Youth (Is Wasted On The Old)«. Freunde von King Gizzard, Thee Oh Sees oder Slowdive sollten hier genauer hinhören. 
Michael Jackson »Scream« (Epic)
Als Vinyl-Fan kauft man gelegentlich auch Platten nur für Gimmick und Effekt. Genau daran appelliert diese neue Compilation von Michael Jackson. Passend zur Jahreszeit versammelt »Scream« Songs des King Of Pop, die sich mit düsteren Themen beschäftigen oder durch ein Wechselspiel aus Dunkelheit und Licht hervortreten. Die beiden LPs greifen diese Thematik durch Farbe und Artwork auf: eine der Scheiben erscheint in gesprenkeltem, transparentem blau, die andere dagegen sogar als Glow-In-The-Dark-Variante, bei der sich die verarbeiteten Nachtleuchtpigmente im Tageslicht aufladen. Das kann man kitschig finden, oder einfach dekorativ. Musikalisch ist die Zusammenstellung mit »Thriller«, »Dirty Diana« oder »Dangerous« ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
Cover
Tommy Tallarico »Earthworm Jim Anthology« (Black Screen Records)
Kinder der Neunziger geraten ins Schwärmen, wenn das Gespräch auf diesen heldenhaften Regenwurm kommt. Die Spiele der »Earthworm Jim«-Reihe gehören zum Kanon der Jump’n’Run-Geschichte und auch die Musik von Tommy Tallarico wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Das Spezialisten-Label Black Screen Records veröffentlicht die »Earthworm Jim Anthology« nun als pompöse Doppel-LP im Hochglanz-Cover.  Eine der Platten kommt in grün, die andere in großartigem Regenwurm-Rosa. Auch wenn die meisten der modernen Remixe verzichtbar scheinen, sind die Original-Sounds kurzweilig und sehr unterhaltsam. Und wer denkt bitte beim Hillbilly-Gezupfe von »Banjo Race« nicht direkt an das entsprechende Bonus-Level?
Curtis Gordon »Draggin’« / Billy Wallace & The Bama Drifters »What’ll I Do« (El Toro Records)
El Toro Records hat sich auf Rock’n’Roll, frühen Rhythm & Blues und artverwandte Spielarten der Fünfziger Jahre spezialisiert. Ein Lieblingsformat des spanischen Labels scheinen 7“ EPs in liebevoll altmodisch designten Artworks zu sein. Eine der interessantesten aktuellen Veröffentlichungen ist »Draggin’« von Curtis Gordon, das neben dem Titeltrack mit dem Schunkler »Mobile, Alabama« direkt zwei Hits auf der A-Seite präsentiert. Country-Freunde dagegen sollten sich »What’ll I Do« von Billy Wallace & The Bama Drifters anhören, deren »Burning The Wind« einen rustikalen Rockabilly am Ende der Landstraße erkennen lässt.

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