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»Schön euch zu sehen«

Moderat live in Köln

Erst wenige Wochen ist die Nachricht alt, dass Moderat eine Pause einlegen möchten. Im Tanzbrunnen gab es im Rahmen der c/o Pop vorerst das letzte Köln-Konzert. 
Geschrieben am
16.08.2017, Köln, Tanzbrunnen

Am 4. August, vor nicht einmal zwei Wochen, erklärte das Berliner Trio seine Auflösung auf seiner Facebook-Seite: »After 4 years of this, non stop, we feel that Moderat now is what we need to take a vacation from«. Es soll zurück zu den ursprünglichen Projekten gehen, die aus Gernot Bronsert und Sebastian Szary als Modeselektor und Sascha Ring alias Apparat bestehen. 

Aufgrund dieser Nachricht sind viele am Mittwochabend, dem Eröffnungstag des Kölner Stadt-Musikfestivals c/o Pop, gekommen, um das Trio noch einmal zu sehen. Keiner weiß wie lange diese Pause gehen soll, wann es wieder ein Konzert geben wird. Als Moderat die Bühne betreten, schlägt ihnen Applaus entgegen. »Schön euch zu sehen«, bedankt sich Sascha Ring beim Publikum. Als das Konzert beginnt, ist die Sonne noch nicht untergegangen. Bei beginnendem Dämmerlicht spielen Moderat ihre ersten Lieder, was Ring kommentiert: »Das ist unsere zweite Show ever, die wir bei Tageslicht spielen«.
Bild: Christian Hedel
Als sich der Techno-Musiker 2002 in Berlin mit dem DJ-Duo zu einer Musikgruppe zusammentut, entsteht das äußerst fruchtbare und erfolgreiche Trio Moderat. So erfolgreich, dass Album Nummer zwei »II«, mit der Single »Bad Kingdom« als Aushängeschild, in Deutschland auf Platz zehn der Charts landet. Fast non stop – wie sie selber sagen – sind sie auf Tour. Was ihren Bühnenshows das gewisse Etwas verleiht, sind die Visuals made by Pfadfinderei, Freunden aus der Hauptstadt, die sich verantwortlich für »digital shit production« zeigen. Das Graphikstudio, spezialisiert auf Medien-Installationen ist einer der Faktoren, der Moderat zu mehr als einer Technogruppe macht, die nur den Berliner Drogen-Rave präsentiert. Die Pfadfinderei gibt Moderat maßgeblich ein Gesicht, zeigt sich neben den Visuals der Bühnenshows verantwortlich für zahlreiche Musikvideos und die Gestaltung der Albumcover.

Als sich langsam die Dunkelheit über den Tanzbrunnen legt, verändert sich spürbar die Stimmung. Die wobbelnden Technobässe animieren die meisten zusehends zum Tanzen. Als sie »Bad Kingdom« anspielen, ist der Bereich vor der Bühne in Dunkelheit gehüllt. Zum Einsetzen des Bass leuchten die Lichter auf. Während des Liedes erscheinen Sequenzen des Videos im Hintergrund und verschmelzen taktgenau mit den Sounds. Ring lässt die Menschen mitsingen, die dies lautstark tun, und so fällt niemandem wirklich auf, dass etwas nicht so läuft wie es soll, im Gegenteil - es wird zum stärksten Moment des Konzerts. »Krass, dass ich den Text vergessen habe. Aber nicht so krass, wie damals, als ich beim Roskilde von der Bühne gefallen bin«, sagt Ring nachher.
Moderat zeigen erneut was ihre stimmungsvollen Konzerte ausmacht. Es ist nicht nur die sympathische Attitüde der Berliner, die mit dem Publikum interagieren und trotz zahlreicher Auftritte bei jedem Konzert mittanzen und Spaß haben, es ist nicht nur der treibende Technosound der Hauptstadt mit dem gefühlvollen Gesang Rings vereint und es sind auch nicht nur die Installationen, die auf jedes einzelne Lied abgestimmt sind und sie untermalen. Es ist die Mischung. 

Es zeigt sich, dass Moderat die volle Wirkung erst ganz bei Nacht entfalten können. Zu melancholisch klingen Rings Texte, zu düster ist der Sound. Erst bei Dunkelheit beginnt ihre Magie vollständig zu wirken. Zur letzten Show am 2. September in Berlin ist es nicht mehr lange hin. Um es mit ihren Worten zu sagen: »Thanks for the ride, hope to see you again!«.

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