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Trotz und Würde

Mobilé

Vehement weist Björn Sonnenberg (Locas In Love und Karpartenhund) in der Info zu Mobilés zweitem Album “Kartographie” den bis dato immer wieder bemühten Vergleich mit den frühen Tocotronic zurück. Eigentlich echt affig, denn dieser Vergleich wurde ja benutzt als Verweis auf aufregende Indiemusik mit
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Vehement weist Björn Sonnenberg (Locas In Love und Karpartenhund) in der Info zu Mobilés zweitem Album “Kartographie” den bis dato immer wieder bemühten Vergleich mit den frühen Tocotronic zurück. Eigentlich echt affig, denn dieser Vergleich wurde ja benutzt als Verweis auf aufregende Indiemusik mit anfassenden deutschen Texten, die statt zum Kotzen zur Abwechslung halt mal großartig sind. “Wir haben vor der Zeit unseres Debüts auch viel Tocotronic gehört. Wir möchten natürlich nur nicht auf so eine Sache reduziert werden. Und es ist ja auch für eine aktuelle Band befremdlich, immer mit Musik von vor zehn Jahren assoziiert zu werden.” Genehmigt. Peer, Sänger und Songschreiber von Mobilé, hat natürlich Recht. Und wird das mit dem neuen Album nun auch bekommen. Denn darauf setzen sie sich und die Stücke weitaus vielschichtiger in Szene, alles klingt ausgereifter. Die Texte bleiben manchmal fahrig, sind manchmal aber auch haargenau und besitzen dieses Hinreißmoment von würdevollem Trotz. Das Album benutzt demzufolge auch kein “Wir”, es agiert ein smartes, uneitles “Ich”, und ab und zu nennt dich ein Stück auch mal “Du”. “Mir war dabei wichtig, dass die Geschlechterrollen offen bleiben”, sagt Peer. Und dann erzählt der kurz nach 30-Jährige, der in Berlin in einem alternativen Buchladen (Mogwa, im Prenzlauer Berg) arbeitet, noch von Banderfahrungen vor Mobilé. “Den Namen kennt man nicht. Das einzig Besondere: Wir waren damals in Zehlendorf eine von zwei Indiebands – alle anderen haben dort Punk gemacht.” Na, bisschen Außenseitertum hat der eigenen Kunst doch noch nie geschadet.

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