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Intro Die Woche

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MDNA

Madonna

Madonna am Scheideweg. So verletzlich wie auf »MDNA« zeigte sich der Popstar noch nie.
Geschrieben am

Was tun, wenn man schon im letzten Jahrtausend das vorbildlich reife Alterswerk (»Ray Of Light«) vorgelegt hat, nach dem immer alle so penetrant verlangen? Madonna zieht es mit 53 noch immer trotzig auf die Tanzfläche. Sogar das Voguing im testosterongeschwängerten Footballstadion ließ sie sich neulich beim Superbowl nicht nehmen. Auf ihrem zwölften Album verteidigt die amtierende Queen of Pop ihren Thron härter denn je. Mit nicht mehr ganz taufrischen Slogans wie »Girls, they just wanna have some fun«, dafür aber mit einer gehörigen Menge Beats per Minute. Auch wenn sie dafür nicht mehr wie zuletzt auf »Hard Candy« als Boxerin in den Ring steigen muss, holt sie auf ihrem aktuellen Werk zumindest zum verbalen Schlagabtausch aus. Auf »MDNA« schmeißt Madonna den Bitch-Modus an.

Einige Songs klingen wie Kampfansagen an die junge Konkurrenz (»Some Girls«), andere wirken so verletzlich wie nie zuvor. »Love Spent« und »I Don’t Give A« handeln vom Ehe-Aus mit Guy Ritchie (»Wake up, Ex-Wife / This is your life.«). Teilte Madonna früher ihre Gelüste mit dem Publikum, so teilt sie heute ihr Leid. So explizit zeigte sie ihre Gefühle jedenfalls noch nie. Man muss sie nur unter den ganzen Ibiza-Sounds des Albums suchen.

In drei Worten: Bekenntnisse/ Dancefloor / Scheidung


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