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»Electric Intervals«

Martyn Heyne

Neo-Klassik-Jazz mit melancholischen Popmelodien und viel Delay für lange Winterabende unter dem Kopfhörer: »Electric Intervals« ist ein gelungenes Debüt des Soundfreaks Martyn Heyne.
Geschrieben am
Mit zwei Jahren schrammelte Martyn Heyne auf einem Paddel, mit zehn Jahren trat er bereits mit seiner ersten Band auf – und spielte richtige Gitarre. Die hatte er sich mittlerweile selbst beigebracht. Trotzdem studierte er das Instrument später noch mal auf dem Conservatorium Amsterdam. Heyne ist Gitarren-Fan. Von alten Gitarren besonders. Und überhaupt von analogen Instrumenten und alten Effektgeräten. Die hat er in seinem Lichte-Tonstudio in Berlin angehäuft. Dort hat er schon seinen früheren Mitbewohner Nils Frahm und Peter Broderick aufgenommen, aber auch Bands wie Efterklang und The National. Und irgendwo zwischen all diesen Koordinaten sortiert sich auch seine eigene Musik ein, mit der er sowohl in Kirchen als auch im Funkhaus oder der Berghain-Kantine auftritt.

Getragen wird sie – natürlich – von der Gitarre. Die bildet verschachtelte Patterns und Soundscapes, die durch Delay, Chorus und spitzfindiges Arrangieren geformt und mit Klavier, sanften Beats und anderen Akzenten umspielt werden. Samples und virtuelle Instrumente vermeidet Heyne, ihm geht es um Sound und Atmosphäre. Spotify hat seine Musik auf die »Neo Chill«-Playlist gepackt. Das geht schon in Ordnung, entspannend und krampflösend ist sie allemal, besonders durch eine gewisse Grundmelancholie in der Melodieführung und einen recht luftigen Gesamtklang. Aber sie fordert auch zum Verfolgen, Reinwühlen und Entdecken auf. Fließende Musik ohne einfache Lösungen, aber auch ohne Stacheln. Hervorragend wirksam gegen kalte Backsteinmauern, drinnen und draußen.

Martyn Heyne

Electric Intervals

Release: 17.11.2017

℗ 2017 7K!

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