×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

Intro Die Woche

Jetzt für den Newsletter anmelden

*
*
*
. .
×

»Play What They Want«

Man Forever

Wild nach vorne treibende, hochkomplexe Rhythmik vor Avantgarde-Klangkulisse ist zeitlos sexy, wie Man Forever beweist.
Geschrieben am
Man Forever? Na ja, ich gebe der Menschheit noch 100 Jahre, dann ist hier der Ofen aus, das wissen wir doch alle. Bis dahin kann man sich aber natürlich noch an Sounds erfreuen, die Lust auf ewiges Leben machen: wie diese wilde Tour de Force of Percussion, die Man Forever alias Kid Millions alias John Colpitts alias der Kopf von Oneida hier unternimmt – einer Band, die in den 2000ern an den Grenzen von Noise, Improv und Postrock rüttelte. Man Forever, sein neues Soloprojekt, verbindet seine manischen Schlagzeug-Rhythmen mit einer beeindruckenden Liste an Gästen: Laurie Anderson und Yo La Tengo sind die prominentesten, fordernder sind jedoch die Kollaborationen mit unbekannteren Namen, dem Quince Contemporary Vocal Ensemble etwa oder dem Sänger Nick Hallett. Die Tracks sind so komplex, so vollgestellt mit Rhythmen und Klängen, dass es einiger Ausdauer bedarf, um sie zu entfalten. Aber schon beim ersten intuitiven Hören stellen sich die Härchen auf vor Spannung: Wenn die weirden Trommeleien der psychedelischen Phase Pink Floyds auf das Trip-Potenzial von Techno treffen, auf die Klangschreddereien der New Yorker Minimal- und Jazz-Avantgardisten der 1960er, wenn also die Konventionen und Schubladen ambitioniert weggeschleudert werden, dann sind das die Momente, in denen diese Musik zu sich selbst kommt.

Man Forever

Play What They Want

Release: 19.05.2017

℗ 2017 Thrill Jockey Records

Folgt uns auf

  • folgen
    mehr
  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr