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»Lovish«

Library Voices

Gründe, wütend zu sein, gibt es nun wirklich genug. Library Voices hätten wohl auch einige. Wenn aber »Lovish« das Wütendste ist, was sie zu bieten haben, sind sie sehr nette Menschen, denn die LP enthält versöhnliche Indie-Perlen.
Geschrieben am
»Lovish« ist unter dem Eindruck entstanden, dass Sänger Carl Johnson massiv zusammengeschlagen wurde. Eine monatelange Reha folgte, und trotzdem hat er immer noch mit den Folgen zu kämpfen. Das hört man dem Album aber nicht an, es ist weder Black Flag noch Bushido. Stattdessen gibt es elf poppige Indie-Stücke, die sich mitunter auch mal bei Shoegaze (»Every Night«) oder Surf Rock (»Slacker«) bedienen. Aber irgendwo muss das großzügige Ensemble aus Keyboards, Streichern und Background-Gesang ja untergebracht werden. Dabei stehen die Gitarren schon deutlich mehr im Vordergrund als bei den ersten beiden Alben.

Wütend, resigniert oder gar anklagend wirkt »Lovish« aber an keiner Stelle, eher selbst reflektierend, wenn Carl in »Hey! Adrienne« über seine Bewusstlosigkeit und Rehabilitation resümiert.

Selbst die unvergleichlichen Zeilen »All of your heroes, they’re all assholes. But that don’t mean you should piss on your dreams« (»Oh Donna«) stammen nicht von Carl, sondern von Brennan Ross. Stattdessen lassen Texte wie »Keep that girl out of your life, she only knows how to do you harm« den Eindruck entstehen, dass es vor allem eine Person gibt, auf die es sich lohnt, sauer zu sein: den oder die Ex. Gute Indie-Pop-Tradition eben.    

-Library Voices »Lovish« (Nevado / Rough Trade / VÖ 06.11.15)

Library Voices

Lovish

Release: 06.11.2015

℗ 2015 Nevado Records

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