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»European Song«

Kreidler

In der Schnittmenge zwischen analoger und digitaler Technik gibt es noch viel Neuland zu entdecken: Kreidler schmeißen wieder ihre Mensch-Maschine an und kombinieren Krautrock mit Minimal zu einem entrückenden Sound, der Böses erahnen lässt.
Geschrieben am
Düster, maschinell angetrieben, repetitiv aushöhlend. Die Düsseldorfer Band Kreidler bewegt sich irgendwo zwischen Neo-Avantgarde, Krautrock, Prototechno und Pattern-Musik. Kühle Schönheit umgibt die düsteren Werke von Thomas Klein, Detlef Weinrich, Andreas Reihse und Alexander Paulick. Im Zentrum auch dieser in Mexico City aufgenommenen Platte, die den verheißungsvollen Titel »European Song« trägt, stehen stoisch agierende Drums und Bässe. In dieses stetig mahlende Rhythmus-Werk verzahnen sich düstere Loops und Andeutungen von Melodien. Dass eine Platte mit eindeutig politischem Bezug mittlerweile allein schon durch die Titel so düster gerät, ist eher eine traurige Entwicklung und Konsequenz der aktuellen politischen Lage. So tragen die Songs Titel wie »Boots«, »Kannibal« oder »No God«. Immer wieder tauchen Elemente am Sound-Horizont auf, die an entmenschlichte Stimmen erinnern, nach Masse klingen, nach Hysterie. Wirklich wohl ist einem beim Hören solcher Musik nicht, aber der gewünschte Effekt des Kreidler-Minimalismus setzt dadurch ein: Der Sog zieht die Hörer in den Bann, brutal, treibend und entrückend.

Kreidler

European Song

Release: 07.04.2017

℗ 2017 Bureau B

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