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»Desintegration«

Klez.e

Klez.e zertrümmern mit ihrem ersten Album seit sieben Jahren die alles lähmende Nostalgie, damit auf den Trümmern etwas Neues wachsen kann.
Geschrieben am
Nostalgie beherrscht die Popkultur mit eisernem Griff. Eine der populärsten Serien des Jahres 2016 reiht einfach massenhaft Versatzstücke des 1980er-Kinos aneinander, das Kino wird mit Remakes geflutet, gefeierte Newcomer-Bands klingen wie die Helden von vor 20 oder 30 Jahren. Das neue Klez.e-Album »Desintegration« scheint diesen Trend auf die Spitze zu treiben: Nur einen Buchstaben vorbei an »Disintegration«, das Cover in der Ästhetik von »Boys Don’t Cry« und der Sound durch und durch The Cure. Doch dieses Album ist ein trojanisches Pferd. Die Nostalgie wird hier als feiste Lügnerin entlarvt, die uns ein idealisiertes Gestern vorsäuselt und uns damit lähmt. Die Vergangenheit hat hier nichts kuscheliges oder heimeliges. Hier geht es nicht darum, sanft in Erinnerungen zu schwelgen, sondern festzustellen, dass das Gestern auch verdammt trist war und dass das Morgen auch nicht besser wird, wenn wir so an der Vergangenheit haften. »Ich gehe davon aus, dass die AfD unser Album verbieten wird«, heißt es auf der Facebook-Seite der Band. Man kann sich das wirklich vorstellen, verspricht die Partei doch auch ein idealisiertes Gestern, das »Desintegration« so inbrünstig zerschmettert. 

Klez.e

Desintegration

Release: 13.01.2017

℗ 2017 Staatsakt.

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