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Flimmern

Klez.e

Klez.e galten ja zuletzt und nicht zu Unrecht als der elektronischere, als experimentelle Arm von Delbo. Alles richtig gemacht, wenn man das behauptete. Denn die Mitgliederüberschneidungen beider Bands sind enorm und Klez.e klangen mitunter schon mal verdammt artifi ziell. So war es also einst, doch
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Klez.e galten ja zuletzt und nicht zu Unrecht als der elektronischere, als experimentelle Arm von Delbo. Alles richtig gemacht, wenn man das behauptete. Denn die Mitgliederüberschneidungen beider Bands sind enorm und Klez.e klangen mitunter schon mal verdammt artifi ziell. So war es also einst, doch was ist heute? Denn letztens fielen auch Delbo dadurch auf, eher konzeptuell zu arbeiten (zu hören aktuell auf den gerade erschienen höchstspannenden »Havarien«). Tja, und darauf reagieren auch Klez.e – und zwar mit der Konterrevolution und indem sie sich in der ersten Hälfte der Platte eher bei konventionellerem
Deutschpop-Songwriting bedienen. Ist aber natürlich eine Falle, man kennt die paranoiden Herren. Sie wollen schon schön klingen, aber bedienen soll mal das Service-Personal. Und spätestens bei »Tag im Fall« kommt die Beatidee wieder zu Ehren wenngleich auch eher dezent und crunchy und mehr so jay-jay-johanson-mäßig (zu dessen toller »Poison«-Phase). Das größte Highlight des Albums ist allerdings »Dein Universum« - extrem angezerrter Gesang, Speed, aufmuckende Halbslogans. Ästhetisch
ist Punk ohne tatsächlich Punk zu sein. Und am Ende bleibt: Ein vielschichtiges Album mit weniger musikalischen Kapriolen, das aber immer noch weit entfernt ist von der Hausmannskost aus der Deutsch-Indie-Alltagsfront.

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