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»The Ooz«

King Krule

Zurück unters Kopfkissen: Das zweite Album des Rotschopfes ist ein fragmentarisches Manifest depressiver Gefühlszustände.
Geschrieben am
Der talentierte Jungspund King Krule brachte von Anfang an ein gehobenes Maß an Lebensschwere mit. Seine belegte und rotzige Stimme wollte nicht so recht zu dem jugendlichen Äußeren passen, faszinierte dadurch aber umso mehr. Und doch ließ sie erahnen, dass bei diesem Künstler Dämonen und Abgründe Teil des Charakters sein mussten.

Bei allem Eigensinn war das Debüt des Engländers vor ein paar Jahren ein introspektives Gitarrenalbum, mit einigen Hits und auch einer lebensbejahenden Grundstimmung. Auf »The Ooz« bricht das depressive Element bei Krule voll durch. Die Gitarren wurden weitgehend in den Schrank gesperrt, was offenbar zu neuen Ambitionen im Sounddesign führte. Das Album ist als atmosphärisches Ganzes zu verstehen, die Stimmung ist düster und verhangen.

Und genau hier liegt die Schwierigkeit dieser Platte: Es gibt keine Klimax. King Krule mutet seinen Fans schier endlose Slow-Jazz-Passagen zu, reichert sie mit sanfter Elektronik an, verzichtet aber gänzlich auf zupackende Refrains oder ähnliche Kontrastmittel. Dadurch ist ein dichter, dystopischer Soundtrack entstanden, interessant und komplex, aber eben sehr selbstbezogen und je nach Stimmungslage auch ziemlich anstrengend.

King Krule

The OOZ

Release: 13.10.2017

℗ 2017 XL Recordings

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