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»City Music«

Kevin Morby

»City Music« ist ein Konzeptalbum über das Leben in der Stadt. Kevin Morby ist dabei weniger Flaneur als vielmehr stiller Beobachter, der mit der Zigarette in der Hand am Fenster steht und das Treiben aus der Ferne beobachtet.
Geschrieben am
Kevin Morby war früher Mitglied der Psych-Folk-Band Woods, wandelt aber schon seit ein paar Jahren auf Solopfaden. Sein letztes Album »Singing Saw« verhalf ihm zu einer größeren Aufmerksamkeit. Um die Mini-Radio-Hits »Dorothy« und »I Have Been On A Mountain« spann er destruktive und düstere Balladen, die so originär waren, dass er von da an mit der Kritikerliebling-Visitenkarte hausieren gehen konnte. Dem tendenziell depressiven Charakter des Vorgängers setzt er nun eine lebensbejahendere Platte entgegen, Morby hat sich quasi vom Bett zum Fenster heraufgearbeitet. Und was er beim Blick durch das Fenster sieht, sind Menschen, die auf Bahnen warten, vereinzelt vorbeiziehende Autos, die die melancholische Lethargie des Morgens brechen. Die Mannigfaltigkeit städtischen Lebens scheint sich bei ihm in einer größeren stilistischen Spannbreite auszudrücken. Die für Morby typischen herrlich müden Liebeslieder wie »Come To Me Now« werden diesmal auch von kurzen Rockabilly-Nummern wie »1234« abgelöst. Der langsame Bar-Jazz in »Dry Your Eyes« dann ist der Soundtrack für den heißesten Tag des Sommers – so langsam zieht das Stück seine Runden. Insgesamt ist »City Music« eine abwechslungsreiche Platte, die nicht immer die Magie ihres Vorgängers erreicht, den Ruf Morbys als einer der derzeit besten amerikanischen Songwriter aber problemlos festigt.

Kevin Morby

City Music

Release: 16.06.2017

℗ 2017 Dead Oceans

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