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»Soft Sounds From Another Planet«

Japanese Breakfast

Aus dem Schatten ins Licht: Japanese Breakfast agiert auf ihrem zweiten Album experimenteller und expressiver. Gleichzeitig ist die betörende Schüchternheit ihres sanften Indie-Pop immer noch unverkennbares Stilmittel.
Geschrieben am
Wenn das Leben aufgrund einschneidender Erlebnisse aus den Fugen gerät, ist der Wunsch nach einer besseren Welt naheliegend. Manche suchen dafür sogar andere Planeten auf. Die Protagonistin von Japanese Breakfast, Michelle Zauner, schrieb ihr erstes Album kurz nach dem krebsbedingten Tod ihrer Mutter. Zeit für die Verarbeitung blieb kaum, da der verhuschte Indie-Pop auf »Psychopomp« schnell verzauberte und Zauner sich mit Themen wie Erfolg und Ruhm auseinandersetzen musste. Um das eigene Seelenheil zu forcieren, sucht sie die Lösung nun im Überirdischen. Das Konzept des zweiten Albums ist demnach ein spirituelles. Erlösung im Weltall.

Dem großen thematischen Rahmen entsprechend wählt Zauner expressivere Mittel. Bedroom-Pop ade? Nicht ganz, doch ist der musikalische Farbkasten größer geworden. Folk-Chanson-Elemente, Saxofone, mehr Mut zu Pop. Die an Kate Bush erinnernde Stimme von Zauner hält hier abermals alles zusammen, und gerade, wenn eine Ahnung von Konsens-Pop entsteht, positioniert sie sich mit einer verschrobenen Demo-Ästhetik wie in »Jimmy Fallon Big« deutlich gegen jedwede Gefälligkeit. Dazu gibt es große und kleine Melodien, Querverweise auf Gruppen wie Velvet Underground und einen zauberhaften Girl-Pop-Charme. 

Japanese Breakfast

Soft Sounds from Another Planet

Release: 14.07.2017

℗ 2017 Dead Oceans

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