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3 Fragen an...

Ryan Adams im Interview

Gut, dass die Klatschpresse endlich verstummt ist und die öffentlich ausgetragene Scheidung mit Mandy Moore nun den wirklich wichtigen Nachrichten weicht. Ryan Adams hat ein neues Album vorzuweisen: »Prisoner«. Annett Bonkowski erzählte er beim Gespräch in Berlin davon.
Geschrieben am
»Prisoner« klingt dem Titel nach und im Hinblick auf den Inhalt zunächst wenig erfreulich. Was waren dennoch persönliche Glücksmomente für dich im Entstehungsprozess?
Die gesamte Arbeit daran war sehr schön und ich habe mich doch sehr glücklich gefühlt. Ich lebe zwar in L.A., aber ging dafür zurück nach New York, wo ich vor meiner Ehe gewohnt habe. Ich habe zur Zeit der Aufnamen nicht gelitten. Vielleicht war mein Leben durch die Scheidung aus dem Gleichgewicht geraten und ich habe eine schwere Erfahrung gemacht, aber ich war dennoch bereit für neue Erlebnisse und öffnete mich für die Wege, die ich erforschen wollte. Ich habe mich bewusst nicht zu sehr zurückgezogen.

Die Liebe ist ein allgegenwärtiges Thema auf dem Album. Welche Erkenntnisse über sie hast du persönlich für dich vertieft oder gar neu gewonnen?
Wenn du kein Risiko eingehst, wirst du auch nicht dafür belohnt werden. Dir wird dein Herz nicht gebrochen, ohne dass du etwas weiser aus dieser Erfahrung hervorgehst. Empathie und Einfühlungsvermögen können nur entstehen, wenn du selbst nachsichtig mit dir bist. Du musst riskieren etwas von dir preiszugeben und hinsichtlich deiner Gefühle verletzlich zu sein. Es reicht nicht sie nur zu begutachten. Sie müssen wirklich spürbar sein. Das Prinzip des Lebens ist die Liebe. Auf der Suche danach liegt die Weisheit. Das Gesetz der Anziehung und das Gesetz der Liebe sind das Gesetz der wahren Bedeutung. Es gibt keinen Bedeutungsgehalt, wenn wir nicht lieben können.

Passend zum weltweit politisch prekären Klima veröffentlichst du das Album in der »End of World Edition« als Boxset. Ist dir als amerikanischer Staatsbürger noch zum Lachen zumute?
Das weniger, aber es ist gut sich inmitten dieses extremen Wahnsinns, der uns momentan umgibt eine gesunde, sarkastische Vorstellung zu bewahren. In Amerika heisst es »Karma is a bitch« und das nehme ich wörtlich. Ich freue mich schon sehr auf den Moment der Geschichte, an dem sich dieser Teil entfaltet. Viele Menschen werden das mit Genugtuung verfolgen. Lasst das Karma seinen Job machen. Wir können bis dahin nur auf die Phase der Erleuchtung hoffen, in der wir hoffentlich bereit sind und wissen, wer genau wir wirklich in diesen ätzenden Zeit sind, in der wir uns befinden. Wir werden aus diesem politischen Tiefschlaf erwachen. Da bin ich mir sicher.

Ryan Adams

Prisoner

Release: 17.02.2017

℗ 2017 PaxAmericana Recording Company, under exclusive license to Blue Note Records

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