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Im Westen der Himmel

Infamis

Selbst wenn Wim Wenders einen schlechten Film dreht, beweist er immer Geschmack für gute Musik. Sein überambitionierter Streifen »Bis ans Ende der Welt« (1991) etwa kam in Begleitung von einem schönen Soundtrack-Album mit Songs von Nick Cave, Crime And The City Solution und Can.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Vor zwei Jahren nun gründete der Regisseur seine eigene Plattenfirma, Wenders Music, um zunächst einmal den Score seines jüngeren Werks »Pina« zu veröffentlichen. Irgendwo unterm Himmel über Berlin muss er dann auf Infamis gestoßen sein; die bereits 1987 gegründete Band hatte sich zwar schon in Szene-Kreisen einen Namen gemacht, einem größeren Publikum war sie jedoch noch nicht bekannt. Wenders fand Gefallen an deren Musik, die sich zwischen Americana, Spaghetti-Western-Soundtracks und Chanson bewegt. »Großes Kino« heißt der Opener und ist es, in Pop übertragen, auch tatsächlich.

Mit einem Kafka-Zitat (»im Kino gewesen, geweint«) hebt der Song an und bewegt sich dann über einem manischen Galopp-Beat und in einen fetten Soundponcho gehüllt nach vorne, bis vor dem inneren Auge in Cinemascope-Breite »The End« aufzieht. Etwas ruhiger beziehungsweise kammerspielartiger kommen dagegen die Songs »Verrat«, »Keith«, »Lied ohne Wert« und »Auf Grund« rüber, die textlich und musikalisch eine Nähe zu Franz Josef Degenhardt, Element Of Crime und Nils Koppruch aufweisen. Nennen wir es Bänkelsänger-Country-Chanson.

In drei Worten:
Kino / Poncho / Banjo

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