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Introducing

Introducing im April

Im Himmel von London mit Years & Years

Backstage im Heaven. Die trügerische Ruhe vor dem Sturm. Nichts ist spürbar vom Hype, der die Band seit der »BBC Sound of 2015«-Prognose begleitet. Allein ein paar Teenager vor der Tür tauschen beim Anstehen in der dunklen Gasse die Nachmittagssonne gegen die Aussicht, dem Trio am Abend ganz nahe zu sein.
Geschrieben am
Das Management sitzt beim Interview mit Years & Years maximal eine Armlänge entfernt. So ist das heute bei den Stars von morgen. Denen steht die Schläfrigkeit noch ins Gesicht geschrieben. Die Band ringt spürbar mit der Aufmerksamkeit, die ihnen entgegengebracht wird, und den daraus resultierenden vollen Terminkalendern. Sänger Olly Alexander seufzt: »Alles fühlt sich zurzeit wie eine Aufholjagd an. Es gibt so viel zu tun. Wir versuchen aber, den Hype so gut es geht zu ignorieren.« Der Erfolg ihrer Single »King«, die jüngst an die Spitze der englischen Charts schoss, dürfte diesen Vorsatz jedoch fast unmöglich machen.

Neulinge in der britischen Musikszene sind Olly Alexander, Mikey Goldsworthy und Emre Turkmen dabei keineswegs. Vor fünf Jahren gründeten sie Years & Years und veröffentlichten zwei EPs über das französische Label Kitsuné. Die Arbeit an ihrem für den Sommer geplanten Debütalbum läuft laut Bassist Mikey auf Hochtouren: »Wir haben schon fast alle Songs zusammen und sind seit Ende 2013 phasenweise immer wieder im Studio gewesen. Manchmal mehr als zwölf Stunden am Tag.« Tourpläne und intensives Songwriting begleiteten den Prozess, für den Sänger Olly sogar seine Schauspielkarriere auf Eis legte. Keine schlechte Entscheidung: Die Verschmelzung von Electro-Beats, Pop- und R’n’B-Einflüssen in den Songs von Years & Years trifft einen Nerv, ihre Eingängigkeit und die soulige Stimme von Olly tun ihr Übriges. Die Gefahr, bei dieser chartsbewährten Mischung allzu vorhersehbar zu sein, ist groß, versetzt die Band allerdings nicht in Panik. Schulterzuckend erklärt Keyboarder Emre die Lage: »Es ist hart, heutzutage nicht in diese Falle zu tappen. Wir hoffen, dass unser Wille, mehr als das zu sein, uns davor bewahrt. Ein Warnschild mit der Aufschrift ›Mind the retro gap‹ an der Studiotür wäre allerdings auch keine schlechte Idee gewesen!« Klangexperimente mit dem Theremin sowie einem Paar Kastagnetten fanden vielleicht gerade deswegen kurzerhand den Weg ins Londoner Studio. 

Später am Abend auf der Bühne setzen Years & Years dagegen auf klare Reize aus der Jetztzeit. Zuckende Laser, ein drückender kühler Sound, glasklare Stimmen und im Gestus britisches Understatement bei erstaunlich hoher Hitdichte. Das junge Publikum läuft heiß, die Band bleibt cool – ein spannender Kontrast, den man sicher auch bei den Introducing-Shows in Berlin und Köln erleben wird.
April 2015 22 Köln

Introducing im April

Location: Gebäude 9
April 2015 23 Berlin

Introducing im April

Location: Bi Nuu

Years & Years

Communion (Deluxe)

Release: 16.06.2015

℗ 2015 Polydor Ltd. (UK)

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