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»House And Land«

House And Land

Trotz Harmoniegesang sind die sparsamen, dem Drone nahestehenden Interpretationen klassischer Folksongs von House And Land eine unheimliche Angelegenheit mit avantgardistischem Anspruch.
Geschrieben am
Haus und Land. Das ist einerseits die Keimzelle patriarchaler Weltdeutung, Blut und Boden, Familie und Staat. Es ist aber, buchstäblich gelesen, auch eine Utopie von einem Zuhause für jene, die loszogen, jenseits des Staates und der Ordnung. Die Folksongs der Appalachen sind Songs auf Wanderschaft. Ihre Wurzeln liegen oft genug in den europäischen Regionen, aus denen Menschen in ein neues Leben aufbrachen. Das Duo House And Land arbeitet in seinen Interpretationen dieser Songs nun Spuren feministischer Lesarten heraus.

Dass das Debüt bei Thrill Jockey erscheint, zeigt jedoch, dass die Herangehensweise weit weg ist von Harmonieseligkeit und Landlust: Wenn die beiden a cappella in den höchsten Höhen oder begleitet von sparsamen Arrangements aus Shruti-Box, Fiddle und Gitarren singen, ist das immer mit einem Gefühl unguter Irritation verbunden, einer Widerborstigkeit, fast Unheimlichkeit. Seinen finalen Ausdruck findet das am ehesten im Schlussstück »Unquiet Grave«, wenn die Gesangsharmonien und der dominante dronige Brummbass auf freejazzige Impro-Percussion treffen. Dadurch ist »House And Land« auch ein außergewöhnliches, gewöhnungsbedürftiges Album.

House and Land

House and Land

Release: 16.06.2017

℗ 2017 Thrill Jockey Records

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