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Neue Deutsche Wucht

Hope im Gespräch

Obwohl Hope erst im Oktober ihr Debütalbum veröffentlicht haben, kann das Berliner Quartett schon auf zahlreiche Gigs zurückblicken, unter anderem mit Algiers, Friends Of Gas, Drangsal und Me And My Drummer. Grund genug also, um die Band in einem Neuköllner Café zu treffen. Dort erzählten Sängerin Christine Börsch-Supan und Gitarrist Phillip Staffa Intro-Autor Dirk Hartmann, warum es sich bei »Hope« nicht nur deshalb nicht wirklich um ein Debüt handelt.
Geschrieben am
Dass Bands mitunter an ungewöhnlichen Orten entstehen, zeigt auch die Gründungsgeschichte von Hope. So erinnert sich Gitarrist Phillip noch ganz genau an diesen Moment im Jahr 2009, als alle Bandmitglieder Musik in Würzburg studierten. »Ich war auf dem Weg zum Unterricht. Die anderen drei standen im Treppenhaus und haben mir hinterhergerufen, dass wir jetzt übrigens gerade eine Band gegründet haben.« Zu diesem Zeitpunkt firmierten die vier unter dem Namen Mamsell Zazou. 2012 releaste die Formation schließlich ihr erstes Album »The Ocean Next Door«. 

Trotzdem gab es keine Zukunft für Mamsell Zazou, wie Sängerin Christine erklärt: »Wir hatten sogar schon ein zweites Album aufgenommen. Als Mamsell Zazou haben wir sehr jazzige, experimentelle und komplizierte Musik gespielt. Dann hat sich die Musik auch schon verändert. Nachdem wir das Album aufgenommen hatten, haben wir gemerkt, dass das eigentlich nicht die Musik ist, die wir machen wollen.« Dass aufgrund der musikalischen Weiterentwicklung auch ein neuer Bandname gefunden werden musste, erscheint Phillip im Rückblick als logische Konsequenz: »Wir waren an einem Punkt angekommen, an dem uns klar war, dass sich viel verändert hat. Wir wollten dem auch einen neuen Namen geben.« Hope waren geboren.
Obwohl der Bandname Hope mit einer bestimmten Bedeutung aufgeladen ist, verspürt Christine dadurch keine Einschränkung. »Ich empfinde das inhaltliche Dogma nicht als ein Programm, das wir uns auferlegt haben, sondern ich stelle immer wieder fest, dass das auch wirklich genau das ist, was mich interessiert. Also, dass es uns zum Beispiel davon abhält, bestimmte inhaltliche Dinge zu sagen. So ist diese ganze Dunkelheit für mich immer mit etwas Produktivem verbunden.«

Genau diese positive Herangehensweise strahlen die kraftvollen Stücke von Hope jederzeit aus, ohne dass sich die Musik einem konkreten Genre zuordnen ließe. Das hat für Phillip folgenden Grund: »Die Lieder sind ja teilweise recht unterschiedlich. Man könnte sich dann eher von Lied zu Lied eine Stilistik ausdenken.« Auch für Christine lässt sich der Band-Sound eigentlich in keine Schublade pressen. Aber dann fällt ihr doch ein passendes Attribut ein: »Auf der Fahrt zurück vom Kaltern Pop Festival haben wir gesagt, wir könnten uns ja ›Neue Deutsche Wucht‹ nennen. Die Bezeichnung sagt etwas über das Wesen unserer Musik aus. Für mich bringt es auch unter einen Hut, dass diese sowohl laut als auch leise ist, weil Wucht für mich beides haben kann.«

Haldern Pop Recordings (Rough Trade)

Hope

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