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Auszüge aus dem Booklet

Hintergründe zu »25×25 – Der Soundtrack deines Lebens«

Auf unserer Compilation »25×25 – Der Soundtrack deines Lebens« findet ihr 25 Coverversionen, einige davon exklusiv für uns eingespielt. Welche Bedeutung diese Songs für uns haben, verrät das Booklet. Hier ist ein Auszug daraus.
Geschrieben am

Recherche:
Julia Brummert

2001

»Just imagine my face in the magazine«

Die Sterne × Felix da Housecat »Madame Hollywood« 

Glitzer, Glitzer, Schampus und VIP-Tisch in der Bauern-Disse – das sind die Assoziationen, die Felix da Housecats Single aus diesem Jahr bei vielen auslösen dürfte. Im Original des Ami-Produzenten und DJs sprechsingt
die Französin Miss Kittin mit süßem Akzent boshafte Oberflächlichkeiten made in Hollywood und konstatiert am Ende: »Sex, drugs and rock and 
roll / It’s over, it’s over / I decide it’s over.« Ironischerweise haben sich nun ausgerechnet Die Sterne diesen Hit für unsere Compilation gepickt und zu einer cool aus dem Ärmel geschüttelten Rock’n’Roll-Nummer umgemodelt, die sie exklusiv für uns einspielten. Dass Frank Spilker und seine Band auf diesem Sampler vertreten sind, passt übrigens perfekt: Sie feiern selbst bald ihr 25jähriges Bandbestehen. Was wohl Felix Da Housecat zu dieser Version sagen würde? 
2005 

»Vor den Spießern auf der Flucht«

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen × Tocotronic »Gegen den Strich« (feat. Andreas Dorau)

Als der extra für diese Compilation eingespielte Song »Gegen den Strich« in unserem Postfach landete, flossen fast ein paar Tränchen. Kein Wunder, schließlich kommt bei diesem Cover einfach schrecklich viel zusammen: Die Größe des Originals von Tocotronic, die dieses Magazin lange begleitet haben, Gastsänger Andreas Dorau und natürlich die Gentlemen selbst. 
Als große Superpunk-Fans haben wir sie und die Nachfolge-Band schließlich von Anfang an supported. Aber genug der pathetischen Duselei – schön zu sehen, dass diese Künstler so lange dabei und noch immer für uns und andere relevant sind. Und jetzt alle oben genannten zusammen: »Du denkst an mich / Ich denk’ an Dich / Gegen die Welt / Gegen den Strich / Und unser Denken / Verbündet sich / Gegen die Welt / Gegen den Strich.« 
2006 

»Impulsive Menschen kennen keine Grenzen«

Die Türen × Deichkind »Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)«

Das Lied, das aus der nur rudimentär geerdeten HipHop-Combo ein Party-Phänomen machte: »Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)« initiierte den Wandel zum krawalligen Synthie-Pop, dessen subtile textliche Zwischentöne in der von Dosenbier genährten Massengymnastik vor ausverkauften Hallen unterzugehen drohten. Wie Goethes Zauberlehrling hörten sich Deichkind rufen: »Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los«. Zehn Jahre, drei Alben und viele Umbesetzungen später hat das Kollektiv seinen Frieden mit dem Eigenleben der Hits gemacht, wie MC Porky 2015 im Intro-Interview verriet: »Wenn ein Song abhaut, stehen wir da und sagen: ›Tschüss!‹ Mittlerweile gibt es auf Jahrmärkten riesige Lebkuchenherzen, wo ›Leider geil‹ draufsteht.« Die Türen nehmen es mit Humor und stecken das Lied exklusiv für uns in ein Rockabilly-Kostüm. 
2014 

 »Ich bin auch nur ein Mädchen, wenn auch unrasiert«

Lambert × Schnipo Schranke »Pisse«

Ein Cover – zwei Skandale: 1. »Pisse«, dieser uffige Fäkelsprachen
song, der auf Spotify mit dem Etikett »Explicit« gehandelt wird und wahrscheinlich am ehesten wegen seines Textes bekannt geworden ist, wird 2. ausgerechnet von einem Instrumentalmusiker exklusiv für uns gecovert. Wo soll das hinführen? »Du hast mir gezeigt, dass es egal ist / wenn man liebt, schmeckt der Kopf nach Füße und der Genitalbereich nach Pisse.« Auch wenn der Song wahrscheinlich gerade wegen seines Textes von diversen Musikzeitschriften zu einem der besten des Jahres gewählt wurde – mithilfe von Lamberts Klavier funktioniert »Pisse« auch ohne Lyrics. Sind die erst einmal im Kopf, kann das Cover noch so instrumental sein: »Hab dein Handy mit den Arschbacken gehalten / Nur um dich zu unterhalten / Dacht’, du findest so was komisch / Seitdem liebst du mich platonisch.«
2015 

»My Mama don’t like you and she likes everyone« 

Love A × Justin Bieber »Love Yourself«

Auf die Frage, was Love-A-Fans von der Postpunk-Band erwarten, antwortet Sänger Jörkk Mechenbier 2015 im Intro-Interview: »Die wollen, dass wir unberechenbar bleiben und irgendwie knallköpfig. Wir sind ja
 50 Prozent Musik und 50 Prozent Humor, Thematik und wie man das Ganze unterhaltsam präsentiert«. Sechs Monate später veröffentlicht der kanadische Teenie-Star Justin Bieber seine Single »Love Yourself« und liefert damit die Vorlage für das wohl knallköpfigste Cover der Band, das sie exklusiv für uns aufnahm. Zu schrammeligen Retro-Gitarren und waberndem 80er-Jahre-Bass singt Mechenbier mit seriöser Stimme die bekannten Worte, die zuvor Millionen Belieber mitkreischten und mittlerweile unzählige T-Shirts und Jutebeutel zieren. Wie viel Prozent des Songs dabei tatsächlich Musik und wie viel Humor ausmachen, liegt im Auge des Beliebe..., ähh, Betrachters. 
Hier das komplette Tracklisting – sortiert haben wir nach Erscheinungsjahr des Originals:

1992: The Polyphonic Spree × »Lithium«, im Original von Nirvana
1993: Beatsteaks vs. Dirk von Lowtzow × »French Disko«, im Original von Stereolab
1994: The Go! Team × »Bull In The Heather«, im Original von Sonic Youth
1995: William Shatner × »Common People«, im Original von Pulp
1996: Tocotronic × »Sailor Man«, im Original von Turbonegro
1997: Earl Zinger × »Song 2wo«, im Original von Blur
1998: José González × »Teardrop«, im Original von Massive Attack
1999: The Walkabouts × »That's How I Live«, im Original von Blumfeld
2000: Bart Davenport × »Come On Let's Go«, im Original von Broadcast
2001: Die Sterne × »Madame Hollywood«, im Original von Felix da Housecat*
2002: WhoMadeWho × »Satisfaction«, im Original von Benny Benassi
2003: Nostalgia 77 × »Seven Nation Army«, im Original von The White Stripes
2004: AnnenMayKantereit × »Hand In Hand «, im Original von Beatsteaks**
2005: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen (Feat. Andreas Dorau) × »Gegen den Strich«, im Original von Tocotronic*
2006: Die Türen × »Remmidemmi (Rock-A-Billy-Version)«, im Original von Deichkind*
2007: Franz Ferdinand × »All My Friends«, im Original von LCD Soundsystem
2008: Friendly Fires × »I'm Good I'm Gone«, im Original von Lykke Li**
2009: Birdy × »1901«, im Original von Phoenix
2010: Fehlfarben × »Nach fest kommt lose«, im Original von Die Sterne**
2011: Jochen Distelmeyer × »Video Games«, im Original von Lana Del Rey
2012: Abay × »Angels«, im Original von The xx*
2013: Anna Calvi × »Papi Pacify«, im Original von FKA Twigs
2014: Lambert × »Pisse«, im Original von Schnipo Schranke*
2015: Love A × »Love Yourself«, im Original von Justin Bieber*
2016: The Kills × »Desperado«, im Original von Rihanna**

* exklusiv für diese Compilation eingespielt
** dt. Erstveröffentlichung auf Tonträger

Believe Germany (Soulfood)

25x25 25 Jahre Intro (Der Soundtrack Deines Lebens)

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