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D 2005; R: Joost Renders

Herzlutschen

Hey, alter Schabrackenschakal, was geht auf den Straßen von Berlin-Friedrichshain? Wer den Null-Budget-Spielfilm “Herzlutschen” von Joost Renders und Ina Klee, ein Märchen der besonderen, gossenpoetischen und überaus charmanten Art, gesehen hat, der weiß es und möchte am liebsten auch runter und rei
Geschrieben am
Hey, alter Schabrackenschakal, was geht auf den Straßen von Berlin-Friedrichshain? Wer den Null-Budget-Spielfilm “Herzlutschen” von Joost Renders und Ina Klee, ein Märchen der besonderen, gossenpoetischen und überaus charmanten Art, gesehen hat, der weiß es und möchte am liebsten auch runter und rein in dieses Menschengedingse aus Pennern, gewesenen Studentinnen, Sammlern, Blumenverkäuferinnen, verkappten Nobelpreisträgern, kasachischen Electropunks und sonstigen liebenswerten Spinnern. Einen Tag lang begleitet eine wackelige Digitalkamera dieses Gewusel und entdeckt darin eine Liebesgeschichte, die es so eigentlich nur im Fantasieland gibt – oder in der Unfassbarkeit des ganz alltäglichen, echten Lebens: Das hässliche Selbstmordgefahr-Entlein Karla (Heidrun Turina) wird vom alten Punkerprinzen Frank (Dirk Richard Heidinger) wachgeküsst. Klingt so simpel wie banal und altbekannt, aber ganz einfach nach Schema F laufen die Dinge eben doch nicht ab, wenn verschiedenste Lifestyle-Philosophien aufeinanderprallen: Hippie-Look, Uriah-Heep-Verehrung, Biobutter, Bier und chinesische Liebesleuchten. Der leere Handy-Akku ist der neue Tristan-und-Isolde-Trank, die gute Fee, die sich um lästige Mietschulden kümmert, ist eine Karrierefrau, die es aus dem miefigen DDR-Friedrichshain bis zu einer Professur in Berkeley, CA gebracht hat, und der Nobelpreisträger turned Penner versucht sich als Kuppler. “Herzlutschen” ist eine ebenso atypische wie herzerweichende Hommage an jene Randexistenzen, die irgendwo tief in uns allen hausen.

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